Dieses Jahr hat Philipp Hochmair schon neue Folgen seiner Reihen „Der Geier“ und „Blind ermittelt“ abgedreht, aber die Paraderolle des 52-Jährigen, in der er auch dieses Jahr wieder bei den Salzburger Festspielen zu sehen sein wird, ist der „Jedermann“. Im Interview erklärt der Schauspieler, warum diese Figur 2026 für ihn eine ganz besonders große persönliche Bedeutung hat, inwieweit sein Auftritt auch ein körperlicher Kraftakt ist – und gegen welche Inschrift auf seinem Grabstein er nichts einzuwenden hätte.

Den „Jedermann“ spielen Sie in Salzburg zum dritten Mal. Abgesehen davon waren Sie in der Rolle in verschiedensten Inszenierungen und Ihrem eigenen Performance-Programm zu sehen. Wird das langsam zur Routine?

Philipp Hochmair: Nein, weil es in Salzburg eben eine eigene Fassung gibt. Da kommen neue Schauspielerinnen und Schauspieler dazu. Das führt zu einem ständigen Wandel. Hinzu kommt die Hitze. Im letzten Jahr wurden auf dem Domplatz auf der Bühne bei den Nachmittagsvorstellungen 51 Grad gemessen. Das macht das auch körperlich zu einer Herausforderung, zumal ich während der Aufführung praktisch permanent auf der Bühne stehe und keine Chance habe, mich zwischendrin abzukühlen.