TV-Moderatorin Heidi Klum hat über ihre frühere Bekanntschaft mit US-Präsident Donald Trump gesprochen – und seine Qualifikation für das Amt. „Ich finde es schon wichtig, bei so einem Job, in dem man über so viele Menschen entscheidet, das auch gelernt zu haben. Das sollte eigentlich überall so sein“, sagte sie dem „Zeit Magazin“ auf die Frage, was sie gedacht habe, als Trump Präsident wurde. 

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In Amerika habe es schon Präsidenten gegeben, die vorher Schauspieler gewesen seien, sagte Klum. „In Europa und Deutschland dagegen sind Leute in der Politik, die das gelernt haben.“ Angela Merkel sei 16 Jahre Bundeskanzlerin gewesen, sie sei ebenfalls aus der Politik gekommen. „Das ist wie bei einem Arzt, der ja auch ein langes Studium machen muss, bevor er dir den Kopf aufschneidet und in deinem Gehirn rumbastelt.“

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Sie selbst habe Trump am Set des Films „Studio 54“ kennengelernt, in dem beide einen Cameo-Auftritt haben. Danach seien sie sich immer wieder auf Events begegnet. Weil ihr damaliger Mann, Hairstylist Ric Pipino, Melania Trump die Haare gemacht habe, sei sie auch bei deren Hochzeit in Mar-a-Lago gewesen. „Er war einfach Donald, ein lustiger Typ. Jeder kannte ihn in New York.“

Seit den 1990er-Jahren lebt die Moderatorin von „Germany‘s Next Topmodel“ (GNTM) in den USA, wo sie ihren Hauptwohnsitz in Los Angeles hat. Seit 2008 besitzt Heidi Klum auch die amerikanische Staatsbürgerschaft.

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Bislang hat Klum das politische Geschehen in den USA kaum kommentiert, sie äußert sich selten ausführlich zu Parteipolitik oder aktuellen Debatten. Als Jurorin war Klum 2019 Teil der Show „Queen of Drags“, die über eine Staffel bei ProSieben lief. Drag ist eine Form der Performance-Kunst, bei der Geschlechterrollen bewusst inszeniert, überspitzt oder spielerisch hinterfragt werden. Obwohl sie selbst wegen ihrer Rolle in der Sendung kritisiert wurde, verteidigte sie das Format und erklärte gegenüber dem „Stern“, beim Thema Toleranz bereit zu sein, „jeden Kampf zu kämpfen“.

os/dpa