Timo Jacobs ist in seiner Karriere als Schauspieler in die unterschiedlichsten Schicksale eingetaucht, ob in Formaten wie „Der Kriminalist“ oder unlängst im „Tatort“ Hessen. Doch vermutlich hat ihn kaum eine Rolle psychisch so beansprucht wie der traumatisierte Protagonist in dem von ihm inszenierten „Tod meiner Jugend“ (ab 28. Mai im Kino). Im Interview erklärt der 52-Jährige, warum er so ein schweres Thema angepackt hat, weshalb es für ihn wichtig ist, auch auf die dunklen Seiten des Lebens zu schauen, und wie ein Eichhörnchen ihm einmal Hoffnung gemacht hat. 

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Neben Ihren vielen Schauspielrollen haben Sie auch Regie geführt, aber meistens bei komödiantisch angehauchten Stoffen. Warum beschäftigen Sie sich in „Tod meiner Jugend“ jetzt mit einem ganz dunklen Thema – nämlich Kindesmissbrauch?

Timo Jacobs: Das hat damit begonnen, dass Kai Peter, auf dessen Geschichte der Film beruht, auf mich zukam – ein sehr maskuliner Mann, der in der zweiten Hälfte seines Lebens mit seiner Biografie an die Öffentlichkeit ging. Das fand ich sehr mutig, und ich habe mich dann auch vom Wahrheitsgehalt seiner Schilderungen überzeugt. Es ist ja wichtig, dass die Gesellschaft da hinschaut, wo die Wunden sind. Dazu wollte ich einen Beitrag leisten.