Verena Altenberger ist so etwas wie eines der prominentesten Gesichter der österreichischen Film- und Fernsehbranche geworden, was die 38-Jährige Rollen in über 50 Produktionen wie „Polizeiruf 110“ oder als Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen zu verdanken hat. Als Präsidentin der Akademie des Österreichischen Films setzt sie sich unter anderem gegen Machtmissbrauch ein – ein Thema, das auch in ihrem aktuellen Film „Acht – Ein Landkrimi“ mitschwingt (am 20. Mai um 20.15 Uhr im ZDF). Im Interview spricht die Schauspielerin über ihre Sicht auf Männer und Frauen, Erfahrungen mit Sexismus und ihre geliebte Puppe.

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Im „Landkrimi“ wird ein gewalttätiger patriarchalischer Mann ermordet. Kann es sein, dass solche Geschichten in 20 Jahren veraltet sind, weil es diese Typen nicht mehr gibt?

Verena Altenberger: Ich glaube, das Pendel schwingt immer hin und her. Das heißt, in zehn Jahren könnten solche Geschichten out sein und in 20 Jahren wieder in. Jetzt sehe ich jedenfalls noch kein Verschwinden des Patriarchats. Ja, wir sind sensibler mit der Sprache, es gibt Fortschritte bei der Quote, aber wenn ich mir ansehe, welche zehn Personen auf der Welt das Sagen haben, dann sind das Männer.