Spektakulärer Zusammenstoß in den USA: Bei einer Airshow auf der Mountain-Home-Luftwaffenbasis (Idaho) sind am Sonntag zwei F-18-Kampfjets der Navy zusammengestoßen. Die Besatzungen konnten sich mit ihren Schleudersitzen retten. Von ihren Maschinen blieben nur rauchende Wracks übrig.

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Zwei E/A-18G Growler seien während der zweitägigen Gunfighter Skies Air Show etwa zwei Meilen von dem Stützpunkt mitten in der Luft kollidiert, sagte eine Sprecherin der US-Marineflieger. Den Besatzungen gehe es gut. „Der Vorfall wird untersucht“, sagte die Sprecherin.
Der Luftwaffenstützpunkt war nach dem Unfall gesperrt. Im Social-Media-Auftritt der Air Show war ein Auftritt des „Vikings“ Growler Demo Teams angekündigt. Die beteiligten Jets gehörten laut der Sprecherin zum Electronic Attack Squadron 129.
Von den Veranstaltern hieß es am Sonntag, niemand sei verletzt worden. „Allen geht es gut, das ist die Hauptsache“, sagte eine PR-Beauftragte.
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Videos zeigen bizarre Szenen vom Absturz
Auf Social Media machen Videos vom Moment des Zusammenstoßes die Runde. Die Szene mutet eigenartig natürlich an, fast wie eine Schmetterlingshochzeit. Die Videos zeigen aus verschiedenen Blickwinkeln, wie die beiden Jagdflugzeuge erst leicht versetzt nebeneinanderherfliegen. Dann setzt sich eine der Maschinen vor die andere.
Footage of the mid air collision between a pair of Navy Super Hornets/Growlers during the Gunfighter Skies Air Show at Mountain Home Air Force Base moments ago. pic.twitter.com/yQqPavmSWk
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) 17. Mai 2026
Kurz darauf zieht der Vordermann nach oben in die Flugbahn des Hintermanns. Der kann allem Anschein nach nicht mehr ausweichen und setzt mit seinem Rumpf auf der anderen Maschine auf. Die Jets können sich nicht mehr voneinander lösen, verhaken sich, bleiben für einen Moment fast senkrecht in der Luft und stürzen dann in Richtung Erde – in dem Moment lösen beide Besatzungen zeitgleich ihre Schleudersitze aus.
Just lost sight of each other, it so easy to do. pic.twitter.com/DDNqsR4PF8
— Combat Learjet (@Combat_learjet) 18. Mai 2026
In den Aufnahmen ist deutlich zu sehen, wie dabei erst die Cockpitkanzeln abgesprengt werden, bevor nur einen Lidschlag später die Schleudersitze zünden. Während sich in der Luft vier Fallschirme öffnen, fallen die Flugzeuge wie Steine zu Boden. Sekunden später vergehen rund 134 Millionen US-Dollar in einem Feuerball, während die Besatzungen zu Boden gleiten.
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Unfall weckt Erinnerungen an die Ramstein-Katastrophe
Bei Flugshows kommt es immer wieder zu lebensbedrohlichen Unfällen. So war die Gunfighter Skies mehrere Jahre ausgesetzt, weil im Jahr 2018 ein Gleiterpilot bei einem Unfall sein Leben verlor. 2003 konnte ein Pilot der Kunstflugstaffel Thunderbirds nur um Haaresbreite eine Katastrophe vermeiden, als er sein Flugzeug im letzten Moment von der Zuschauermenge wegsteuern konnte, bevor die Maschine auf dem Boden zerschellte. Der Mann blieb unverletzt.
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In Deutschland dürfen seit der Ramstein-Katastrophe im Jahr 1988 Kunstflugstaffeln ihr Können nur unter strengen Auflagen demonstrieren. So müssen die Jets einen Mindestabstand von mehreren Hundert Metern zum Publikum einhalten, dürfen niemals in Richtung der Zuschauer fliegen oder aufeinander zu.
Manöver wie das „Durchstoßene Herz“, das 1988 zur Katastrophe geführt hatte, sind strikt verboten. Damals verloren 70 Menschen ihr Leben, rund 1000 wurden verletzt.








