Die Luftwaffe von Österreich hat in den vergangenen Tagen zwei Flugzeuge des US-Militärs abgefangen. Wie es aus dem Verteidigungsministerium in Wien heißt, seien an zwei Tagen Eurofighter aufgestiegen, um Flieger der US-Air-Force zu identifizieren.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Auslösung Priorität A und Einsatz von zwei Eurofighter auf Grund Überflug von zwei PC12 der US Air Force um 12:31 Uhr zum Zweck der Identifizierung“, schrieb Ministeriumssprecher Michael Bauer am Dienstag auf der Plattform X.

Es zeigte sich: Maschinen vom Typ PC-12 waren in den österreichischen Luftraum eingedrungen. Die Propellermaschine ist bei der US-Luftwaffe unter anderem als Aufklärer im Einsatz. In einem Fall seien die Amerikaner ohne Genehmigung im Luftraum des neutralen Österreichs unterwegs gewesen, heißt es in einem Bericht von „20 Minuten“.

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Demnach hätten die Maschinen abgedreht, nachdem sie von den Österreichern abgefangen worden waren, und seien nach München zurückgekehrt. Ob im zweiten Fall eine Genehmigung vorlag, ist nach Auskunft des Bundesheeres unklar.

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Klärung „am diplomatischen Weg“

Ein Alarmstart der Eurofighter erfolgt dann, wenn ein Flugzeug nicht eindeutig identifiziert werden kann oder keine Funkmeldung macht. Die Luftwaffe Österreichs überprüft in solchen Fällen jeden Überflug. Das Bundesheer sagt, hinter solchen Einsätzen steckt meist kein sicherheitsrelevanter Zwischenfall. Probleme mit der Technik können schon reichen, um einen Einsatz auszulösen.

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Die PC-12-Flugzeuge stammen vom Schweizer Hersteller Pilatus. Die US-Luftwaffe setzt sie vor allem für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen ein. Auch Spezialeinheiten nutzen die Flieger für Transport- und Kommunikationsaufgaben.

Ob und welche Folgen die Vorfälle haben werden, ist offen. Laut Bundesheer findet eine Klärung „am diplomatischen Weg“ statt. Dass die Luftwaffe an zwei Tagen hintereinander eingreifen muss, gilt aber als selten.

pcl