Das Jahr 2026 droht ein Jahr extremer Waldbrände zu werden. Die weltweite Waldbrandsaison habe „sehr früh begonnen“, sagt Wissenschaftler Theodore Keeping vom Imperial College London. Er ist Mitglied der Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die Wahrscheinlichkeit für extreme Brände sei die höchste der jüngeren Geschichte, sagt Keeping.

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„Obwohl die weltweite Brandsaison in vielen Teilen der Erde erst noch bevorsteht, deutet dieser rasante Start in Kombination mit dem prognostizierten El Niño auf ein besonders verheerendes Jahr hin“, so der Wissenschaftler Mitte Mai. El Niño ist ein Klimaphänomen, bei dem sich die Wasseroberfläche des Pazifiks ungewöhnlich erwärmt. In dieser Folge entstehen extreme Wetterlagen auf der ganzen Welt.
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El Niño: Klimaphänomen könnte 2026 besonders heftig ausfallen
Normalerweise tritt dieses natürliche Phänomen alle zwei bis sieben Jahre ein, wie das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel schreibt. Meist um die Weihnachtszeit, daher auch der Name. El Niño heißt auf Deutsch: das Christkind. Aufgrund der Klimaerhitzung nimmt die Anzahl von Wetterextremen zu und die Begleiterscheinungen von El Niño fallen heftiger aus. Der vergangene El Niño trug dazu bei, dass 2023 und 2024 die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren.
In diesem Jahr hat sich das Klimaphänomen nicht gebildet. Das steht aber noch bevor und könne laut einigen Wetterbehörden, darunter die World Meteorological Organization (WMO), stärker ausfallen als in den vergangenen Jahren. Womöglich sogar vergleichbar mit einem „Super“-El Niño vor 30 Jahren. Voraussichtlich wird das Ereignis ab der Mitte des Jahres entstehen.
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Waldbrände 2026: Schon jetzt neue Rekorde bei verbrannter Fläche
Die WMO warnt, dass der Planet in diesem Jahr „mehr aus dem Gleichgewicht ist als je zuvor in der beobachteten Geschichte“. Ein Risiko, das einen Einfluss auf die Waldbrandgefahr mit sich bringt. Schon seit Beginn des Jahres sind durch Waldbrände mehr als 163 Millionen Hektar Wald verbrannt. Das zeigen aktuelle Zahlen des weltweiten Informationssystems zu Wald- und Buschbränden (GWIS). Die gesamte verbrannte Fläche liegt laut Theodore Keeping rund 20 Prozent über dem bisherigen Rekord seit Beginn der Erfassung 2012.
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Schon jetzt seien in mehreren Ländern Westafrikas und der Sahelzone sowie im Sudan und Südsudan Rekorde gebrochen worden, so der Forscher aus London. Die bei Waldbränden in Asien verbrannte Fläche war ihm zufolge bislang fast 40 Prozent größer als beim bisherigen Rekord 2014. Auch in den USA und Australien sind in den ersten Monaten des Jahres schon ungewöhnlich große Flächen verbrannt. Betroffen von Waldbränden in diesem Jahr ist auch Europa. Anfang Mai mussten tausende Menschen in der Toskana in Italien ihre Häuser verlassen.
mit AFP









