Es ist ein weiterer Schlag gegen eines der brutalsten Drogenkartelle Mexikos: Nach Angaben des mexikanischen Sicherheitsministers Omar García Harfuch haben Spezialkräfte einen mutmaßlichen Anführer des Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) festgenommen. Audias Flores, bekannt unter dem Spitznamen „El Jardinero“ (zu Deutsch: der Gärtner), sei im westlichen Bundesstaat Nayarit verhaftet worden.

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US-Regierung fahndet mit Millionenbelohnung nach „dem Gärtner“

„Gegen ihn liegt in Mexiko ein Haftbefehl vor, und er wird auch von den US-Behörden zur Auslieferung gesucht“, schrieb García Harfuch in einem Beitrag auf X über Flores. Die US-Regierung hatte eine Belohnung von fünf Millionen Dollar (rund 4,3 Millionen Euro) für Hinweise zu seiner Ergreifung ausgesetzt.

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Die US-Regierung stuft das CJNG als ausländische Terrororganisation ein. Flores soll große Teile der Einflussgebiete des Kartells entlang der mexikanischen Pazifikküste kontrolliert haben und galt als möglicher Nachfolger von Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“. Dieser hatte das Kartell bis Ende Februar geführt, bevor er bei einem Militäreinsatz getötet wurde.

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Kartell rächt Tod von „El Mencho“ mit massiver Gewaltwelle

Für Hinweise zur Ergreifung von „El Mencho“ hatten die USA sogar eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar ausgesetzt. Nach seinem Tod wurde das Land von einer Welle der Gewalt erschüttert: In vielen Regionen Mexikos kam es zu Vergeltungsaktionen des Kartells. Dutzende Menschen verloren dabei ihr Leben, ausländische Touristinnen und Touristen konnten zeitweise ihre Hotels nicht verlassen.

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Der frühere Polizist „El Mencho“ hatte das von ihm gegründete Kartell mindestens seit 2011 geführt. Es gilt als das Verbrechersyndikat mit dem größten Einflussgebiet in Mexiko. Nach Angaben der US-Behörden handelt es sich beim CJNG um eine transnationale Organisation mit Verbindungen bis nach China und Australien. Neben dem Handel mit Fentanyl ist das Kartell demnach auch in Erpressung, Menschenschmuggel, den Diebstahl von Öl und Mineralien sowie in den Waffenhandel verwickelt.

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Vergebliche Flucht durch ein Abflussrohr

Die Festnahme fällt in eine politisch sensible Phase für Mexiko. Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft sieht sich das Land wachsenden Sicherheitsbedenken ausgesetzt und zugleich dem Druck der USA, entschlossener gegen die Drogenkartelle vorzugehen.

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Marine gelingt Festnahme ohne Schüsse oder Kollateralschäden

Die Marine erklärte, die Operation gegen den „Gärtner“ sei „chirurgisch präzise“ verlaufen, ohne dass ein Schuss abgegeben worden sei. Es habe weder Tote noch Verletzte oder andere Kollateralschäden gegeben.

Vom mexikanischen Sicherheitsminister Omar García Harfuch veröffentlichte Videos zeigen Luftaufnahmen des Einsatzes. Darauf ist zu sehen, wie während der Festnahme mehrere Hubschrauber über dem Gebiet kreisen.

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Nach Angaben der Marine war der Zugriff das Ergebnis einer 19 Monate andauernden Überwachungsoperation. Mehr als 400 Einsatzkräfte, unterstützt von sechs Hubschraubern und Aufklärungsflugzeugen, seien daran beteiligt gewesen.

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Nach über anderthalb Jahren Analyse- und Vorbereitungsarbeit hätten die Behörden schließlich den Aufenthaltsort von „El Jardinero“, seine Bewegungsmuster sowie sein Netzwerk rekonstruieren können.