Nachdem die gestrandeten Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ den Persischen Golf verlassen konnten, haben sich nun Kapitäne von Tui Cruises zu den vergangenen Wochen geäußert. Ioannis Anastasiou, gerade Kapitän der „Mein Schiff 5“, schrieb auf Instagram: „Wir sind aus dem Persischen Golf geflohen. Nun kommen wir zu euch, damit wir gemeinsam wieder wunderschöne Kreuzfahrten erleben können – in friedlichen Regionen, in denen Respekt und Menschlichkeit an erster Stelle stehen.“ Anastasiou bedankte sich zudem bei allen Unterstützern.

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Auch ein früherer Kapitän der „Mein Schiff 4“ hatte sich zuvor mit einem Beitrag bei Instagram gemeldet. Der Sender RTL berichtete zunächst darüber. Demnach bezeichnete Kapitän Jan Fortun die vergangenen fünfzig Tage als eine Situation, die man keinem Crewmitglied zumuten könne. „Diese Erfahrung wird alle noch lange beschäftigen“, so Fortun. Gleichzeitig zeigte er sich erleichtert, dass beide Tui-Cruises-Schiffe zurückzukehren.
Tui führt künftige Kreuzfahrten wie geplant durch
Nach der Durchfahrt durch die Straße von Hormus am Samstag nehmen die Schiffe Kurs auf Kapstadt und werden dann in den regulären Fahrplan zurückgeführt, teilte Tui Cruises mit. Betroffene Gäste und Reisebüropartner werden aktuell direkt informiert. „Die Buchungen werden automatisch reaktiviert, sodass die gebuchten Reisen wie geplant stattfinden können.“
Das heißt, Tui Cruises wird zwei zunächst abgesagte Reisen der beiden Schiffe doch durchführen. Das betrifft die Kreuzfahrten im Mittelmeer Mitte Mai: für die „Mein Schiff 4“ ab 17. Mai in Triest und für die „Mein Schiff 5“ ab 15. Mai ab Heraklion.
Neben den beiden Tui-Cruises-Schiffen durchquerte auch die „MSC Euribia“ der Schweizer Gesellschaft MSC die Meerenge. Die geplante Kreuzfahrt nach Nordeuropa mit Start ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden. „Gäste, deren Kreuzfahrten abgesagt wurden, haben die Möglichkeit, ihre Buchung auf diese Fahrt umzubuchen, falls sie dies wünschen“, hieß es von MSC. Die Gesellschaft wollte sie direkt kontaktieren.
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Lage im Persischen Golf weiter angespannt
Die Schiffe saßen wegen des Iran-Kriegs seit Ende Februar in der Region fest: die „MSC Euribia“ in Dubai, die „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi und die „Mein Schiff 5“ in Doha. Die „Celestial Discovery“ war am Freitag nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic das erste Kreuzfahrtschiff, das seit dem Kriegsbeginn die Straße von Hormus durchquerte.
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Die unsichere Lage rund um die Meerenge hält indes an. Nach der kurzzeitigen Öffnung hatte der Iran sie als Reaktion auf die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen durch die USA erneut gesperrt.
lro/dpa






