In der Nacht zum 26. März 2026 ist auf der Runneburg in Weißensee (Landkreis Sömmerda) ein verheerender Brand ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Feuer durch einen technischen Defekt an einer Stromleitung verursacht.

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Die Flammen richteten erhebliche Schäden an der historischen Anlage an, die als beliebtes Ausflugsziel gilt und jährlich Schauplatz eines Mittelalterfestes ist. Nach Angaben der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten wurden bei dem Brand zudem mehrere Särge aus der Gruft der Fürstenfamilie von Schwarzburg-Rudolstadt zerstört.

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Brand auf Runneburg: Alte Küche der Burg stark in Mitleidenschaft gezogen

Der Brand nahm nach bisherigen Erkenntnissen in der sogenannten Alten Küche der Burg seinen Ausgang. Der Gebäudeteil wurde durch das Feuer schwer beschädigt. Erhalten sind lediglich die Außenmauern, die inzwischen durch Stützen gesichert werden müssen. Nach Einschätzung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ist davon auszugehen, dass die dort gelagerten Särge vollständig zerstört wurden.

Die betroffenen Särge der Fürstenfamilie von Schwarzburg-Rudolstadt hatten bereits zuvor eine wechselvolle Geschichte hinter sich gebracht. Ursprünglich in der Gruft unter der Schlosskirche von Schloss Schwarzburg aufgestellt, wurden sie 1940 während der Zeit des Nationalsozialismus in das Reichsgästehaus verbracht. In den folgenden Jahrzehnten wechselten sie mehrfach den Aufbewahrungsort, unter anderem in die Stadtkirche in Rudolstadt, bevor sie schließlich bis 2022 in der Alten Küche der Runneburg gelagert wurden.

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Schwarzburg-Rudolstadt: Fürstentum mit beeindruckender Geschichte

Das Haus Schwarzburg-Rudolstadt zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Adelsgeschlechtern Thüringens. Seinen Namen leitet die Familie von der Schwarzburg im Schwarzatal ab, die erstmals im Jahr 1071 urkundlich erwähnt wurde. Zu den bekanntesten Vertretern des Hauses gehört Günther XXI. von Schwarzburg, der 1349 für kurze Zeit zum deutschen Gegenkönig in Opposition zu Karl IV. gewählt wurde. Der Aufstieg der Rudolstädter Linie in den Reichsfürstenstand erfolgte im Jahr 1710 durch Kaiser Joseph I.

Residenz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt blieb bis zum Ende der Monarchie im Jahr 1918 die Stadt Rudolstadt. Dort diente die Heidecksburg als zentraler Herrschaftssitz.

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Mittelalterfest findet trotz Burgsperrung im Park statt

Das für den 25. und 26. April 2026 geplante Mittelalterfest auf der Runneburg kann weiterhin stattfinden. Das Fest mit Markt und Turnierspielen wird in den unmittelbarer Nähe der Burg gelegenen Park verlegt, weil der Zugang zur Burg derzeit nicht möglich ist.