So mancher wollte Marco Girnth nach seinem Ausstieg bei „SOKO Leipzig“ schon ein Leben als Olivenbauer andichten. Aber auch wenn der 56-Jährige das Leben jetzt anders kennenlernt, bleibt er der Schauspielerei treu – etwa mit einer Rolle in „Praxis mit Meerblick“ (neue Staffel ab dem 10. April um 20.15 Uhr in der ARD). Zu den Erfahrungen, die er dank der neu gewonnenen Zeit sammeln kann, trägt nicht nur seine Frau, sondern auch sein 23-jähriger Sohn Wichtiges bei.

Lesen Sie auch

Sie sind nun in einer regelmäßigen Rolle in „Praxis mit Meerblick“ zu sehen, während Sie nach 25 Jahren bei „SOKO Leipzig“ aussteigen. Waren Sie über die heftigen Publikumsreaktionen nach Ihrem Serientod überrascht?

Marco Girnth: Ich habe den Vorschlag dafür selbst gemacht, auch wenn ich nicht das Drehbuch geschrieben habe. Mir war schon klar, dass das für die Leute ein emotionaler Treffer wird. Das hat auch mir wehgetan, aber das sollte auch so sein. Es wäre blöd gewesen, wenn meine Figur gesagt hätte: „Ich lasse mich einfach nur versetzen.“ Ganz besonders war dann der Schlussmoment am Grab, wo ich als Vision auftauche. Das ganze Team war schwarz gekleidet, sogar mein eigener Sohn stand als Komparse in der Trauergemeinde.