In den Magmakammern von Vulkanen entstehen winzige Kristalle. Sie liefern wertvolle Hinweise auf die Bedingungen in der Tiefe. Mithilfe moderner Technik lassen sich diese Prozesse inzwischen deutlich präziser untersuchen. An der Universität Mainz steht dafür nun eine neue Mikrosonde bereit, die bislang verborgene Details sichtbar macht – ein vielversprechender Schritt, um die Geheimnisse der Vulkane besser zu verstehen und ihre Prozesse zuverlässiger vorherzusagen. Das Gerät kostete 1,6 Millionen Euro.

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Die Mikrosonde vergrößert nicht nur feinste Strukturen, sondern analysiert auch die chemische Zusammensetzung von Gesteinsproben. So kann das Team exakt bestimmen, wo ein Kristall wenig oder viel Titan enthält – ein wichtiger Hinweis auf die jeweiligen Wachstumsbedingungen.
Santorini: Vulkan nach Erdbebenserie unter Beobachtung
Auf den Bildern der Kristalle sind feine Wachstumsringe zu erkennen. Geowissenschaftler Stefan Buhre von der Universität Mainz sagte dem SWR: „Das variiert und erinnert an Baumringe.“ Solche „Baumringe“ verraten, wie schnell und unter welchen Bedingungen Magma bei früheren Ausbrüchen aufgestiegen ist. Diese Informationen helfen, das „Verhalten“ eines Vulkans besser zu verstehen und Ausbrüche genauer zu modellieren.
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Derzeit untersucht Buhre gemeinsam mit einem Forschungsteam aus Athen den Vulkan der griechischen Inselgruppe Santorini, einem beliebten Reiseziel. Anfang 2025 sorgte dort eine Erdbebenserie für Aufregung; aus Sorge vor einem möglichen Ausbruch ließen die Behörden die Hauptinsel räumen.




