Bei einer geplanten Knie-OP ist es an den Tirol Kliniken Innsbruck zu einer Verwechslung gekommen. Wie das Krankenhaus am Freitag (27. Februar) mitteilte, wurde bei einer Patientin der Eingriff am falschen Knie begonnen. Der Fehler fiel noch während der Operation am Mittwoch auf.

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„Nachdem sofort klar geworden war, dass bei diesem Knie kein Schaden vorliegt, der operativ versorgt werden muss, wurde der Eingriff sofort abgebrochen und die Patientin aus der Narkose aufgeweckt“, zitieren österreichische Medien aus der Pressemitteilung der Klinik. Weshalb es zu der anfänglichen Verwechslung kam, müsse noch geprüft werden, heißt es weiter.
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Behandlungsfehler: „Rein medizinisch gesehen kleiner Zwischenfall“
Die Patientin sei daraufhin über den Vorfall „umfassend informiert“ worden. Zudem sei „eine Meldung an die Haftpflichtversicherung“ der Klinik erfolgt. Es würden keine Folgeschäden entstehen, betonte man.
Alois Obwegeser, Ärztlicher Direktor der Klinik Innsbruck, äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. „Natürlich haben wir uns bei der Patientin bereits in aller Form entschuldigt“, sagt er laut Mitteilung. Obwegeser erklärte weiter: „Rein medizinisch gesehen handelt es sich um einen kleinen Zwischenfall ohne Folgen, da der Eingriff rechtzeitig abgebrochen wurde. Dennoch nehmen wir das Geschehene sehr ernst.“
Innsbrucker Klinik weltweit führend
Man werde den Vorfall nun gemeinsam mit allen involvierten Berufsgruppen bis ins Detail aufarbeiten, „um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, wie wir unsere bereits sehr hohen Sicherheitsmaßnahmen noch weiter verbessern können“, so der Klinikdirektor.
Erst am Donnerstag (26. Februar) wurden die Tirol Kliniken Innsbruck zu einem der führenden Krankenhäuser weltweit erklärt. Im aktuellen internationalen Ranking des Magazins „Newsweek“ liegt die Klinik auf Platz 53, österreichweit auf Platz 2.
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Erst Ende 2025 war ein brisanter Fall ans Licht gekommen: In Bremen wurden 34 Brustkrebs-Patientinnen falsch behandelt. Insgesamt erfasste der Medizinische Dienst in seinem letzten Bericht deutschlandweit rund 3700 Behandlungsfehler im Jahr.
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