Ein deutsches Todesopfer und ein Verletzter: Am Donnerstag zeigte ein Lawinenunglück in den italienischen Alpen einmal mehr, wie hoch derzeit die Gefahr in den Bergen ist. Der Abgang hatte in der Nähe der Gemeinde Saint-Nicolas im Aostatal an der Grenze zu Frankreich mehrere deutsche Skifahrer mitgerissen. Wie die italienische Zeitung „La Repubblica“ berichtet, barg das Rettungsteam zunächst zwei Verletzte. Starke Winde und schlechte Sicht hätten die Aktion behindert, hieß es. Während einer der Skifahrer mit leichten Verletzungen davonkam, erlag ein 54-jähriger Deutscher einer Unterkühlung im Krankenhaus.

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Der Direktor der Aostatal-Bergrettung, Paolo Comune, erklärte: „Es war ein sehr heikler Einsatz.“ Der Hubschrauber-Einsatz sei auch für die Rettungskräfte am Boden gefährlich geworden. Die „Guardia di Finanza“ prüfe derzeit den Einsatz, hieß es. Dafür habe sie die Aussagen des Bergführers, der die Gruppe begleitete, und der unverletzten Skifahrer aufgenommen.
Lawinengefahr in Italien: Neue Warnstufe in Wintersportregionen
Wegen massiver Schneefälle ist die Lawinengefahr in vielen europäischen Wintersportregionen derzeit so hoch wie lange nicht mehr. Bei dem jüngsten Unglück im Aostatal soll die Lawinenwarnstufe vier von fünf bestanden haben. Stufe fünf wird nur in extrem seltenen Fällen ausgerufen.
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Erst vor zwei Tagen waren im Aostatal 250 Touristen evakuiert worden, nachdem eine große Lawine auf die Regionalstraße niedergegangen war. Um die eingeschlossenen Urlauber in Sicherheit zu bringen, war in der Nacht auf Mittwoch der Einsatz eines Hubschraubers erforderlich.
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mit dpa





