Tech-Milliardär Elon Musk hat überraschend eine Wende bei der strategischen Ausrichtung seines Raumfahrtunternehmens SpaceX angekündigt. Der Konzern will in den kommenden Jahren eine Stadt auf dem Mond bauen. Musk rückt damit vorerst von seinem bisherigen Traum, schnellstmöglich Menschen auf den Mars zu bringen, ab.

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Bei Twitter schrieb er: „Das können wir potenziell in weniger als zehn Jahren erreichen, während es auf dem Mars mehr als 20 Jahre dauern würde.“ Während es nur alle 26 Monate möglich sei, zum Mars zu reisen, sei eine Mission zum Mond alle zehn Tage möglich, betonte er. Auch sei die Dauer einer Reise zum Mars mit sechs Monaten deutlich länger als die einer Reise zum Mond, die nur zwei Tage beanspruche.
Elon Musk: „Kommen beim Bau einer Mondstadt viel schneller voran“
„Das bedeutet, dass wir beim Bau einer Mondstadt viel schneller vorankommen können als beim Bau einer Marsstadt“, erläuterte Musk. SpaceX habe aber weiterhin das Ziel, eine Stadt auf dem Mars zu bauen, und werde in fünf bis sieben Jahren damit beginnen.
For those unaware, SpaceX has already shifted focus to building a self-growing city on the Moon, as we can potentially achieve that in less than 10 years, whereas Mars would take 20+ years.
— Elon Musk (@elonmusk) 8. Februar 2026
The mission of SpaceX remains the same: extend consciousness and life as we know it to…
SpaceX ist einer der Hauptauftragnehmer der US-Raumfahrtbehörde Nasa im Rahmen des „Artemis“-Programms, das erstmals seit den „Apollo“-Missionen der frühen 1970er Jahre wieder Menschen auf den Mond bringen soll. Ziel ist eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond sowie die Vorbereitung bemannter Missionen zum Mars.
Wissenschaftler halten Musks Mars-Pläne für illusorisch
Zahlreiche Wissenschaftler weltweit hatten Musks Pläne, den Mars besiedeln zu wollen, in der Vergangenheit als unrealistisch eingeschätzt. „Die Vorstellung, dass gewöhnliche Menschen auf dem Mars leben werden, ist eine gefährliche Wahnvorstellung“, sagte der Astronom Martin Rees gegenüber dem „Handelsblatt“ Anfang des Jahres. Als größte Hürde gilt die enorme Strahlenmenge, der der menschliche Körper auf dem Mars ausgesetzt wäre.
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Eine bemannte Mondlandung ist für frühestens 2027 geplant. An dem „Artemis“-Programm sind neben SpaceX auch Blue Origin, Boeing, Lockheed Martin und Northrop Grumman beteiligt.
dpa/rk





