Müssen Zuschauer und Beobachter im Block-Prozess vor dem Landgericht Hamburg ihr Bild von Entführerchef David B. korrigieren? Der 68 Jahre alte Israeli, der bereits als Zeuge eingeräumt hat, für die „Operation“ zum Verschleppen der Kinder Klara und Theo in der Silvesternacht 2023/2024 verantwortlich zu sein, hat eine andere Seite offenbart. Trotz all der militärisch klingenden Pläne wie Golden Eyes#5 zur „Rettung“ der Kinder aus Dänemark und seines kampfsporterprobten Kommandos entwarf er auch einen „Friedensplan“.
So hat David B. einen Entwurf geschrieben, der in elf Punkten eine versöhnliche Beendigung des Sorgerechtsstreits zwischen Christina Block und Stephan Hensel um die Kinder anregte. Nach Abendblatt-Informationen hatte die heute Angeklagte diesen Ideen im Jahr 2023 zugestimmt. Warum David B.s Elf-Punkte-Plan am Ende nicht realisiert wurde, hängt vermutlich an Entscheidern im Umfeld der Familie Block.
Am Freitag musste sich B. vom Anwalt des Nebenklägers Hensel „grillen“ lassen, Philip von der Meden. Er zeigte B. Bilder, nannte Namen von Menschen wie „Gidi“. B. entgegnete: „Kenne ich nicht.“ Wie „Gidi“ in B.s Notizbuch kommt? „Der Name wurde mir genannt, ich habe es aufgeschrieben.“


