Die frühere „Sportschau“-Moderatorin Monica Lierhaus hat erstmals ausführlich über die dramatischen Folgen ihrer Gehirnoperation im Jahr 2009 gesprochen. In dem Podcast „Wie geht’s?“ mit dem Fußballprofi Robin Gosens schilderte die 55-Jährige, wie nah sie damals dem Tod war und wie sehr ihr Leben bis heute von den gesundheitlichen Einschränkungen geprägt ist.

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Bei Lierhaus sollte im Januar 2009 ein Hirnaneurysma operativ entfernt werden. Während des Eingriffs platzte das Gefäß jedoch. Die Folge waren schwere Hirnblutungen. „Meiner Familie wurde gesagt, sie sollen sich von mir verabschieden“, berichtete die Journalistin im Podcast. Nach der Operation lag sie vier Monate lang im künstlichen Koma.
An diese Zeit habe sie selbst keine Erinnerungen, doch die Monate danach seien nicht weniger belastend gewesen. „Ich konnte gar nichts“, sagte Lierhaus rückblickend. Sie beschreibt ihren Zustand nach dem Erwachen drastisch: „Ich war wie eine lebende Leiche.“ Insgesamt acht Monate verbrachte sie anschließend in der Rehabilitation, wo sie mühsam das Sprechen und Gehen neu erlernen musste. „Man fühlt sich erst mal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert“, sagte sie. Gleichzeitig sei für sie früh klar gewesen, dass sie kämpfen wolle: „Ich wollte auf meinen eigenen Beinen aus der Reha rausgehen – und das habe ich auch geschafft.“
Monica Lierhaus beschreibt schwere Zeit nach Reha – „Als ob ich ein Monster wäre“
Besonders schwer sei jedoch die Zeit nach der Reha gewesen. Als sie wieder in der Öffentlichkeit auftauchte, habe sie massive Ablehnung gespürt. „Ich bin angeglotzt worden, ich bin angeguckt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe“, sagte Lierhaus. Hinzu kam der Druck durch Paparazzi. Aus diesem Grund entschloss sie sich 2011 zu ihrem ersten öffentlichen Auftritt bei der Verleihung der Goldenen Kamera. Sie habe ein Zeichen setzen wollen: „So bin ich jetzt. Nehmt mich oder lasst es.“
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Mit den Folgen der Hirnblutung lebt Lierhaus bis heute. Vor allem ihr Gleichgewichtssinn ist dauerhaft geschädigt. „Mein Gleichgewichtssinn ist so stark kaputt, dass ich keine Treppen ohne Geländer gehen kann“, erklärte sie. Eine Treppe ohne Halt sei für sie nicht zu bewältigen. „Und wenn da kein Geländer ist, dann Feierabend.“ Eine Besserung sei nicht mehr zu erwarten, so Lierhaus.
„Wenn ich arbeiten darf, bin ich glücklich“ – Monica Lierhaus findet Halt im Beruf
Ganz akzeptiert habe sie ihr verändertes Leben nach eigenen Worten noch immer nicht. Dennoch empfinde sie große Dankbarkeit – vor allem für ihre Arbeit. „Wenn ich arbeiten darf, bin ich glücklich“, sagte sie im Podcast. Besonders wichtig sei ihr dabei, dass sie während der Arbeit schmerzfrei sei.
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Monica Lierhaus moderierte von 2004 bis 2009 die ARD-„Sportschau“ und zählte zu den bekanntesten Sportjournalistinnen Deutschlands. In den vergangenen Jahren arbeitete sie unter anderem für Sky, seit 2023 gehört sie zum Sportteam von „RTL Aktuell“.
Mit dpa











