Die Suchaktion hat ein trauriges Ende genommen: Die deutsche Touristin Sabine Rockel (64) ist in St. Christina im Südtiroler Gröden tot aufgefunden worden. Vermutet wird, dass sie einige Meter in die Tiefe gestürzt ist und dabei tödliche Verletzungen erlitten hat. Der Tod der in Schleswig-Holstein lebenden Touristin wurde vom Bürgermeister von St. Christina, Christoph Senoner, bestätigt.

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Zur Todesursache gibt es bisher keine weiteren Informationen. Die Carabinieri sind vor Ort und haben Ermittlungen aufgenommen. Zweimal wurde die Frau – die mit ein paar Freunden in Wolkenstein Urlaub machte – als vermisst gemeldet. Bereits am Sonntagabend wurde nach ihr gesucht, nachdem sie sich von einer Wandergruppe getrennt und anschließend nicht mehr zurückgekehrt war. Die Carabinieri hatten ein Bild der Frau veröffentlicht, auf dem sie im Schnee mit einem Handy und einer Landkarte in der Hand abgebildet war. 105 Einsatzkräfte, vier Suchhunde und zwei Drohnen hatten die ganze Nacht über nach der Vermissten gesucht.
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Deutsche Wanderin: Leiche wurde hinter Postamt gefunden
Am Montagmorgen, nach einer eiskalten Nacht im Wald mit Temperaturen von bis zu minus elf Grad, konnte sie dann unversehrt geborgen und dem Weißen Kreuz übergeben werden. Sie war zwar unterkühlt, ansonsten jedoch unverletzt. Dass sie trotz der niedrigen Temperaturen lebend und nahezu unbeschadet aufgefunden wurde, grenzte laut Einsatzleitung an ein Wunder.
Aber nur wenige Stunden nachdem sie geborgen worden war, war die Frau erneut verschwunden: Seit Mittwochabend fehlte wieder jede Spur von Sabine Rockel, und erneut suchte ein Großaufgebot an Einsatzkräften nach der Touristin, die ohne Handy unterwegs war. Am Mittwoch waren ihr Ehemann und ihr Sohn aus Schleswig-Holstein angereist, um sich an der Suchaktion zu beteiligen.
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Am Freitagvormittag kam dann die traurige Nachricht: Sabine Rockel konnte nur noch tot aufgefunden werden und zwar hinter dem Postamt von St. Christina. Ein Mitarbeiter entdeckte die Leiche. Drei Streifenwagen der Carabinieri, der Notarzthubschrauber Aiut Alpin sowie weitere Einsatzkräfte rückten zum Fundort aus.
Südtirol: Leiche der Deutschen lag auf dem Schnee ohne Schuhe
Laut den Behörden soll die Frau alleine auf einer abgelegenen Straße oberhalb des Dorfes unterwegs gewesen sein, vom Weg abgekommen und in der Folge in die Tiefe gestürzt sein, wobei sie tödliche Verletzungen erlitt. Die Leiche lag auf dem Schnee ohne Schuhe. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Eine Überwachungskamera soll sie ein letztes Mal am Vormittag in St. Christina gefilmt haben – rund drei Kilometer von Wolkenstein entfernt.
Wie ein Feuerwehrsprecher erklärte, habe die Frau grundsätzlich einen gesunden Eindruck gemacht und sei nicht dement gewesen. Zuletzt hatte es in Gröden jedoch geschneit, und die Temperaturen sind nach wie vor niedrig. Die Einsatzkräfte hatten die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie eine graue Jacke, eine schwarze Hose sowie eine graue Mütze.
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Die Nachricht vom Tod der Frau löste Bestürzung unter der Freundesgruppe aus, die aus Deutschland zu einem Skiurlaub nach Südtirol gereist war. In der Vergangenheit hatte die Frau keinerlei Probleme bereitet, und es gab keine Informationen über gesundheitliche Beschwerden. Die Leiche wurde nach Bozen gebracht, die Angehörigen der Toten wurden inzwischen informiert. Noch unklar ist, ob die Staatsanwaltschaft eine Obduktion anordnen wird. Die Familienangehörigen wollen jetzt die Rückführung der Leiche nach Schleswig Holstein organisieren.
Der Tod der Frau erschüttert die beliebte Skiortschaft St. Christina. Der Bürgermeister drückte seine Trauer wegen des tragischen Endes der Suchaktion aus. Die 2.000-Einwohner-Gemeinde liegt auf etwa 1.430 Metern Höhe zwischen St. Ulrich und Wolkenstein im Grödnertal und ist bei deutschen Urlaubern wegen ihrer Skipisten besonders beliebt. Unmittelbar vor den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina, die am 6. Februar beginnen, erlebt die derzeit stark beschneite Gemeinde Hochkonjunktur. Der Ort gehört zu den ladinischen Sprachgebieten Südtirols.






