Zusätzlicher Körperscanner vor Hochsicherheitssaal 237, mehrere vermummte LKA-Beamte: Es sind Vorboten auf einen gewissen Zeugen aus Israel im Block-Prozess. Auch an diesem 31. Verhandlungstag am Dienstag erscheint David B. vor Gericht. Bereits im Dezember hatte er im Saal seine Version der Geschehnisse aus der Silvesternacht 2023/2024 geschildert, ehe er am vergangenen Prozesstag damit fortfuhr.
Er habe eine friedliche Lösung zwischen zwei sich streitenden Parteien finden wollen, zwischen Stephan Hensel und Christina Block. Die Hamburger Unternehmerin muss sich mit sechs weiteren Angeklagten, darunter ihrem Lebensgefährten Gerhard Delling (früherer Sportmoderator), im Prozess unter anderem wegen Kindesentziehung verantworten. Sie bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft und sagt, dass von einer Entführung nie die Rede gewesen sei. „Ich glaube, dass Frau Block nicht die Wahrheit sagt“, sagt David B. an diesem Prozesstag. Er habe ihr gesagt, dass sie es „versuchen könnten, es zu tun“, und ihr versprochen, dass es keine Gewalt gegen die Kinder geben würde.
„Friedliche“ Einigung zwischen Hensel und Block? Chefentführer will 100.000 Euro angeboten haben
Denn zu dieser friedlichen Einigung sei es schließlich nicht gekommen, hatte David B. vor Gericht gesagt. Der 68-Jährige habe mit seinem Team aus Ex-Geheimdienstleuten und Ex-Polizisten die beiden jüngsten Kinder, Klara und Theo, dem Vater aus Dänemark entrissen und auf einen Hof nach Süddeutschland verschleppt. Davon geht die Staatsanwaltschaft aus. Und David B. bestätigte dies bereits vor Gericht.


