Feuerwerk schauen, das neue Jahr begrüßen. Eigentlich sollte es ein normaler Silvesterabend werden. Doch plötzlich geschieht etwas in dem kleinen Ort in Dänemark, das die Aufmerksamkeit eines Mannes fesselt: Mehrere Autos fahren vor, sodass der 34-Jährige denkt, „es sei jemand zu Schaden gekommen“, sagt der Mann. Dann beobachtet er, wie ein Kind in eines der Autos verfrachtet wird. Wenig später wird ein zweites Kind in dasselbe Auto gepackt. „Man konnte sehen, wie es sich gewehrt hat“, sagt der Beobachter. „Das Kind hat versucht, sich loszureißen.“ Er sei „schockiert“ von den Ereignissen gewesen. „Es war nicht das, womit man gerechnet hatte.“
Es sind Beobachtungen, die Licht auf die Geschehnisse werfen sollen, die im Prozess vor dem Landgericht Hamburg gegen Unternehmerin Christina Block, ihren Lebensgefährten Gerhard Delling sowie fünf weitere Angeklagte aufgeklärt werden sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft Block, Delling sowie den weiteren Männern und Frauen vor, in die Entführung zweier der vier gemeinsamen Kinder von Block und deren Ex-Mann in der Silvesternacht 2023/24 aus Dänemark involviert gewesen zu sein.
Christina Block vor Gericht: 141 Zeugen wurden benannt – darunter Prominente
Dieser 15. Prozesstag hat ein Novum zu bieten. Der erste Zeuge sagt aus, einer von 141 möglichen Zeugen, die von der Staatsanwaltschaft benannt wurden. Zwar gilt auch Blocks Ex-Mann Stephan Hensel als Zeuge (und Opfer). Doch er ist ja auch Nebenkläger im Verfahren und bei allen Sitzungen anwesend.