Er ist oder war Chef einer israelischen Sicherheitsfirma, ehemaliger Soldat und möglicherweise für den Auslandsgeheimdienst Mossad tätig. David B. ist einer von sechs Tatverdächtigen, die für die Entführung der beiden jüngsten Kinder des ehemaligen Ehepaares Christina Block und Stephan Hensel verantwortlich sein sollen. Einer, nach dem die Staatsanwaltschaft Hamburg fahndete. Zwischenzeitlich hat der mutmaßliche Kidnapper David B. bei der Anklagebehörde in Hamburg ausgesagt, der Haftbefehl gegen den Israeli war dazu aufgehoben worden.
Ob, wie und wann die Aussage in den laufenden Prozess gegen die Hamburger Unternehmerin Christina Block einfließt, war zunächst unklar. Das Gericht teilte dazu am Dienstagabend mit: „Mit Rücksicht auf die Sicherheitslage des israelischen Zeugen D.B. kann nicht gesagt werden, ob und gegebenenfalls wann er geladen wird.“
Block-Prozess in Hamburg wird unterbrochen: Mehr Zeit, um brisante Aussage zu studieren
Diese neueste Entwicklung war direkt zu Beginn dieses 23. Verhandlungstages am Mittwoch Gesprächsthema. Blocks Verteidiger Ingo Bott stellte einen Antrag, die Hauptverhandlung für einen Monat auszusetzen oder für rund drei Wochen zu unterbrechen. Zu umfangreich seien die möglichen neuen Beweismittel. Bott forderte vor Gericht Einsicht in die 329 Seiten lange Vernehmung des „Masterminds“ David B.


