Mehrere schwarz gekleidete Männer schlagen den Vater der Kinder nieder, entreißen ihm die Kinder und verfrachten diese in ein Auto. Eines wehrt sich, versucht sich loszureißen. Gekommen sind die mutmaßlichen Entführer in einem Mercedes und einem Citroën, sie fahren ohne Licht, teilweise mit hoher Geschwindigkeit. So schildern es zum Teil Zeugen aus Dänemark, die am 15. Prozesstag vor dem Hamburger Landgericht gehört wurden.
Für diese Entführung der damals zehn und 13 Jahre alten Kinder von Christina Block und ihrem Ex-Mann Stephan Hensel sollen mutmaßlich Israelis verantwortlich sein. Einer von ihnen, Tal S., sitzt derzeit in Hamburg in Untersuchungshaft. Der 36 Jahre alte Ex-Polizist ist der Einzige des mutmaßlichen Entführertrupps, der sich wegen der Geschehnisse aus der Silvesternacht 2023/2024 vor Gericht verantworten muss. Andere sollen sich in Israel aufhalten, darunter wohl auch David B., mutmaßlich ein früherer Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes Mossad. Ermittler halten ihn für den Chef der israelischen Sicherheitsfirma Cyber Cupula, die für die Entführung verantwortlich sein soll.
Block-Prozess: Wie kam der Kontakt zur israelischen Sicherheitsfirma zustande?
Die angeklagte Hamburger Unternehmerin hatte immer wieder betont, dass die Firma für die Cybersicherheit des Luxushotels Grand Elysée (ebenfalls Block-Gruppe) engagiert worden sei. Wie der Kontakt zu dem Unternehmen aus Israel zustande kam, ist eine von vielen Fragen im Prozess gegen die 52 Jahre alte Mutter.


