Man kann kaum umhin, diese Schlussfolgerung zu ziehen: Jetzt wird’s persönlich und schmutzig. Bislang wurden im Prozess um Kindesentführung gegen Christina Block, ihren Lebenspartner Gerhard Delling und fünf weitere Mitangeklagte bereits viele intime Details aus dem Familienleben und dem der Kinder des einstigen Ehepaares Christina Block und Stephan Hensel öffentlich bekannt. Nun eskalieren die gegenseitigen Vorwürfe, wird der Ton schärfer – auch unter den Anwälten. Block beschuldigte Hensel, der Profiteur der mutmaßlichen Entführung zu sein – eine neue Strategie der Verteidigung?

Und das vor einem in Kürze erwarteten, vermutlich emotionalen Aufeinandertreffen. Die angeklagte Unternehmerin aus Hamburg (Block-Gruppe, Hotel Grand Elysée) könnte auf die neue Ehefrau ihres Ex treffen, Astrid Have. Die Dänin wird als Zeugin in dem Mammutverfahren vor dem Landgericht Hamburg geladen, das bislang bis Ende März 2026 terminiert ist.

Auf die Frau zu treffen, die nun als Mutter von dreien ihrer vier Kinder agiert, das dürfte Christina Block nicht leichtfallen. Wie Astrid Have zu dem Prozess vor dem Landgericht Hamburg steht und zu den von ihrem Mann lange und ausführlich geschilderten Ausspähversuchen und (abgeblasenen) Rückholaktionen der Kinder aus Dänemark, das wird spannend zu hören sein. Nach Abendblatt-Informationen verfolgt Astrid Have die Berichterstattung um den Prozess am Landgericht Hamburg. Ihr Mann räumte ein, dass er Akten an sie weitergegeben habe.

Darf Christina Blocks Handy ausgewertet und vor Gericht genutzt werden?