Der Prozess des Jahres wurde unterbrochen – vorerst. Mit einem veritablen Knall begann der zweite Tag des Verfahrens um Kindesentführung gegen die Hamburger Unternehmerin Christina Block, ihren Lebenspartner Gerhard Delling und fünf weitere Mitangeklagte. Marko Voß, Anwalt eines Angeklagten, forderte, das Verfahren vorerst zu stoppen.
Denn Blocks Ex-Mann Stephan Hensel sei ja selbst wegen Kindesentführung in Hamburg angeklagt. Über die Zulassung dieser Anklage hat das Gericht jedoch noch nicht entschieden. Hensel hatte die beiden jüngsten gemeinsamen Kinder des ehemaligen Ehepaares Block/Hensel im Jahr 2021 nach einem Besuch in Dänemark bei sich behalten.
Christina Block angeklagt: Prozess gegen Unternehmerin und Gerhard Delling bis 25. Juli unterbrochen
Nun monierte Anwalt Voß, der einen angeklagten Anwalt aus dem Umfeld der Familie Block vertritt: Die Anwälte der sieben Angeklagten im Block-Prozess kennen die Akten aus dem parallelen Hensel-Verfahren gar nicht. Bevor man darin keinen Einblick habe, könne das Block-Verfahren überhaupt nicht weitergehen. Weitere Verteidiger schlossen sich an – und so kommt es zur Unterbrechung bis zum 25. Juli.


