Jimi Blue Ochsenknecht muss eine hohe Geldstrafe zahlen – sein Prozess aber wird eingestellt, wenn er diese geleistet hat. Das ist das Ergebnis der heutigen Verhandlung am Landgericht Innsbruck, Österreich. Die Richterin hat eine Strafe in Höhe von 18.000 Euro verhängt, zahlbar in bis zu sechs Raten. Sollte der 33-Jährige das nicht schaffen, werde der Prozess automatisch fortgesetzt. Dem Bericht zufolge will Ochsenknecht „schnell bezahlen“.

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Bei der Entscheidung handelt es sich um eine in Österreich mögliche Form der Prozess-Beilegung an, bei der der Angeklagte ohne Urteil und ohne Strafregister-Eintrag davonkommt.

Der ehemalige Kinderstar hatte eine Hotelrechnung in Höhe von 13.827,35 Euro nicht bezahlt und war dafür schließlich per europäischem Haftbefehl gesucht worden. Im Juni klickten am Flughafen Hamburg die Handschellen. Ochsenknecht wurde, in einer längeren Fahrt, an Österreich ausgeliefert, wo er gegen Kaution zunächst frei kam. Die offene Rechnung hatte derweil Ochsenknechts Ex-Partnerin und Mutter seiner Tochter beglichen.

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Jimi Blue Ochsenknecht: Staatsanwaltschaft sah schweren Betrug

Vor Gericht wurde der Schauspieler am Freitag gefragt, ob er sich schuldig bekenne. Ochsenknecht wich aus und sagte stattdessen, er wolle „generell die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich nicht bezahlt habe“. Er habe sich bei dem Chef des betroffenen Tiroler Hotels entschuldigt, sagte er. Danach entschuldigte er sich im Gerichtssaal bei der Öffentlichkeit.

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Aus Sicht der Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Fall von schwerem Betrug, der mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Ochsenknecht habe Leistungen in Anspruch genommen, obwohl er sie nicht bezahlen konnte oder wollte, hieß es von der Justizbehörde. Übernachtungen, Essen im Restaurant und Transportleistungen hatte ein Vier-Sterne-Betrieb in Kirchberg nahe der bayerischen Grenze in Rechnung gestellt.

Jimi Blue Ochsenknecht blieb trotz seiner Justizprobleme im Fernsehen präsent. Zuletzt war er in der Sat.1-Realityshow „Villa der Versuchung“ zu sehen. Sie wurde vor seiner Verhaftung gedreht. Ziel der Kandidaten war es, möglichst auf Luxus zu verzichten. Ab Mitte September ist er außerdem wieder in der Serie „Diese Ochsenknechts“ zu sehen,

pcl/mit dpa