Bizarre Ideen für Rückholaktionen der Kinder, Verbalgefechte im Saal 237 und eine mögliche Akten-Panne: Zu einem wahren Krimi entwickelt sich auch der Prozess um Kindesentführung mit den Angeklagten Christina Block und Gerhard Delling sowie fünf weiteren Beschuldigten. In einer erneut überraschenden Volte hat die Verteidigung von Christina Block der Verwertung von Handydaten und anderer elektronischer Speichermedien widersprochen. Die beschlagnahmten „IT-Asservate“ seien ohne ordentlichen richterlichen Beschluss Teil der Anklage geworden, hielt Blocks Anwalt Ingo Bott der Vorsitzenden Richterin Isabel Hildebrandt am vierten Verhandlungstag vor.
Zwischen Bott und der Richterin entwickelten sich am Landgericht Hamburg mehrere hitzige Wortgefecht bei Raumtemperaturen, die sich um 30 Grad Celsius bewegten (gemessen) und einer Luft, die zum Schneiden war. Hildebrandt hatte begonnen, an die Angeklagte Fragen zu stellen, die sich aus Blocks mehrstündiger Einlassung ergeben hatten.


