Traurige Nachrichten aus dem Zoo Leipzig: Drei neu geborene Amurtigerjunge mussten eingeschläfert werden. Ihre Mutter Yushka, die am Mittwoch erstmals Nachwuchs bekam, hatte sich nach anfänglicher Fürsorge von den Babys abgewandt. Laut Zoodirektor Jörg Junhold kein ungewöhnliches Verhalten für Tiere, die zum ersten Mal Mutter werden.

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Dass die Tigerin „die Aufzucht ohne ersichtlichen Grund dann abgebrochen hat, ist aus Sicht von uns Menschen emotional traurig, gehört aber im Tierreich bei unerfahrenen Müttern zum Verhaltensrepertoire dazu“, erklärte Junhold. „Wir haben Yushka die Zeit gegeben, möglichst viel Erfahrung zu sammeln, mussten den Nachwuchs dann aber heute einschläfern.“

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Bevor der Zoo diese Entscheidung fällte, habe die Tigerin ihren Nachwuchs während knapp zwei Tagen nicht mehr versorgt. Die Jungen seien deswegen ausgekühlt und zunehmend geschwächt gewesen. „An diesem Punkt, wenn die Jungtiere kein aktives Verhalten mehr zeigen und damit beim Muttertier kein Stimulus zur Versorgung oder Milchbildung mehr ausgelöst wird, müssen wir der schweren Verantwortung gerecht werden, und den Jungtieren das Leiden durch Verhungern ersparen“, erklärte Zoo-Tierarzt Andreas Bernhard.

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pau/AFP