3I/Atlas ist erst der dritte bekannte Gast aus den Tiefen des Weltraums in unserem Sonnensystem. Kein Wunder, dass Astronomen aufgeregt sind: Der interstellare Komet wurde erst vergangene Woche entdeckt und konnte nun bereits mit modernster Technik auf verschiedenen Bilder festgehalten werden.

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Die neuen Bilder des seltenen Objektes hat das „Very Large Telescope“ der Europäischen Südsternwarte (ESO) erstellt. Laut ESO verriet die ungewöhnliche Umlaufbahn von 3I/Atlas, dass das Objekt nicht zu unserem Sonnensystem gehört, sondern „interstellaren Ursprungs“ ist.
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Die Bilder des Teleskops wurden dann zu einem Zeitraffervideo zusammengefügt. Darauf zu sehen: 3I/Atlas, wie er sich über einen Zeitraum von circa 13 Minuten nach rechts bewegt. Die Bilder wurden in der Nacht vom 3. Juli aufgenommen, etwa zwei Tage, nachdem der Komet gesichtet worden war.
Sonnensystem-Fremdling: Kann er für uns auf der Erde zur Gefahr werden?
Am Ende des Zeitraffervideos sei laut ESO das „bisher tiefste und beste Bild“ zu sehen, das die Beobachtungsstelle von dem Objekt habe. Der Rekord werde jedoch nicht lange halten, da der Komet der Erde näher komme und dabei immer heller werde. Derzeit befinde sich der Komet mehr als 600 Kilometer von der Sonne entfernt und bewege sich auf das innere Sonnensystem zu. Ende Oktober 2025 soll er der Erde am nächsten kommen.
Für uns auf der Erde ist das Objekt allerdings nicht gefährlich. „Am sonnennächsten Punkt wird es in der Nähe der Mars-Umlaufbahn sein, also vollkommen sicher und weit weg“, sagte Astronom Rainer Kresken, der für die europäische Raumfahrtbehörde Esa in Darmstadt im Planetary Defence Office arbeitet, der Deutschen Presse-Agentur vergangene Woche.
Interstellare Objekte: Darum sind sie so selten
Einen ersten himmlischen Besucher aus einem anderen Sonnensystem fanden Fachleute 2017. Es handelte sich um 1I/‘Oumuamua, ein zigarrenförmiges, etwa 400 Meter langes Objekt. 1I/‘Oumuamua war damals in nur ein Viertel der Erdentfernung an der Sonne vorbeigeflogen. 2019 folgte dann ein weiteres fremdartiges Objekt: 2I/Borisov.
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Ob interstellare Besucher sehr selten oder nur schwer zu erfassen sind, ist jedoch nicht eindeutig geklärt. „Es gibt da einen Verdacht“, sagt Astronom Kresken, „nämlich, dass schon ziemlich viele von solchen Objekten beobachtet worden sind, aber unter der Annahme, dass die in einer Umlaufbahn um die Sonne sind, hat man das gar nicht richtig weiter verfolgt.“ Man nehme an, dass viele solcher Objekte unterwegs und auch gesehen worden seien, aber dass man sie einfach nicht richtig klassifiziert habe.
dpa/emi






