Zusammenfassung

  • Ein massiver Stromausfall hat in Tschechien mehrere Regionen und die Hauptstadt Prag lahmgelegt
  • Notstromaggregate sicherten die Versorgung in Krankenhäusern, während die Feuerwehr im Dauereinsatz war, um Menschen etwa aus Aufzügen zu befreien
  • Die Ursache des Ausfalls war ein ausgefallener Phasenleiter, Hinweise auf Cyber- oder Terrorangriffe gibt es nicht, die Stromversorgung ist inzwischen wiederhergestellt

Die Stromversorgung in Tschechien ist nach den großflächigen Ausfällen wieder komplett hergestellt. Das teilten der Netzbetreiber CEPS und die Regierung am Freitagabend in einer Pressekonferenz mit. Ein massiver Stromausfall hatte ab Mittag weite Teile des Landes und der Hauptstadt Prag lahmgelegt. Straßenbahnen und U-Bahnen fuhren zeitweise nicht, Menschen steckten in Aufzügen fest. Millionen Haushalte waren stundenlang ohne Strom.

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Auch in anderen Landesteilen wie den Regionen Liberec, Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) nahe der sächsischen Grenze und Teilen Mittelböhmens fiel der Strom aus. Die Ursache war vorübergehend unklar, was Unruhe verursachte, Hinweise auf einen Sabotageakt ergaben sich laut Polizei aber nicht.

Stromausfall in Tschechien: Ausfall von Umspannwerken wohl Ursache

Ein ausgefallener Phasenleiter habe acht Verteilerstationen lahmgelegt. Ein Teil des landesweiten Netzes sei deshalb vorübergehend ohne Spannung geblieben. Hinweise auf einen Cyber- oder Terrorangriff gebe es nicht.

Ministerpräsident Petr Fiala hatte nach Bekanntwerden des Stromausfalls auf der Plattform X geschrieben, Tschechien sei „mit einer außerordentlichen und unangenehmen Situation konfrontiert“. Die Cybersicherheitsbehörde nahm eine Untersuchung auf.

Der Vorfall erinnert an ein ähnliches Ereignis in Spanien und Portugal. Dort war der Strom im April 2025 großflächig ausgefallen. Als Ursache wurde später eine Störung in einem Umspannwerk bei Granada identifiziert.

nfz/dpa