Auch wenn die Behörden in Spanien weiterhin nach der Ursache für den Blackout am 28. April suchen, haben sie inzwischen Erkenntnisse zu dessen Auslöser: So war laut Energieministerium der Stromausfall eines Umspannwerks in Granada dafür verantwortlich, dass kurz darauf Ausfälle von Umspannwerken in Badajoz und Sevilla folgten.

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Diese drei Vorfälle, sagte Energieministerin Sara Aagesen am Mittwoch, hätten zu einem Verlust von 2,2 Gigawatt Leistung geführt. Das wiederum führte den Analysen zufolge innerhalb von 5 Sekunden zu diverse Netzabtrennungen, unter anderem auch zur Abkopplung vom Netz in Frankreich.
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„Wir analysieren Millionen von Daten. Wir machen auch weiterhin Fortschritte bei der Identifizierung der Orte, an denen diese Stromverluste auftraten, und wir wissen bereits, dass sie in Granada, Badajoz und Sevilla begannen“, sagte Aagesen.
Blackout: Umspannwerk in Granada war erster Vorfall
Warum das Umspannwerk in Granada indes seinen Betrieb verweigerte, muss laut Behörden nun genauer untersucht werden. Ein Fehler im Übertragungsnetz des spanischen Betreibers REE wird mittlerweile ausgeschlossen. Vielmehr muss in lokalen Stromnetzen und direkt in Kraftwerken weiter nach dem zugrunde liegenden Fehler geforscht werden.
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Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bat am Mittwoch in einer Parlamentssitzung um Geduld, die Ursachenforschung brauche Zeit. „756 Millionen Daten“ müssten „minutiös“ ausgewertet werden. Es gebe keinen Beweis dafür, dass ein Übermaß von Solarstrom Ursache für den Stromausfall war, wiederholte Sánchez. Auch der Mangel an Atomkraftwerken sei nicht der Grund – dies hatte die Opposition angeführt, die eine Verlängerung der Laufzeiten fordert.
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In ganz Spanien und Portugal war am 28. April der Strom ausgefallen. Die Panne hatte ein riesiges Chaos mit massiven Verkehrsproblemen und dem Ausfall von Telekommunikationssystemen zur Folge. Auch Südwestfrankreich und Marokko waren kurzzeitig betroffen. Es handelte sich um einen der bisher größten Stromausfälle in Europa.
les/dpa




