Seit mehreren Tagen saß eine 26-jährige Brasilianerin im Krater des noch aktiven indonesischen Vulkans Rinjani fest. Nun die traurige Gewissheit: Juliana M. wurde tot geborgen. Sie war am Freitagmorgen (Ortszeit) bei einer geführten Wanderung abgestürzt.

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Wie brasilianische Medien berichten, stürzte Juliana offenbar von einer Klippe in den Krater. Drohnenaufnahmen und Augenzeugenvideos zeigten sie zunächst noch lebend, auf grauem Vulkanboden sitzend. Rettungsteams hörten ihre Rufe, konnten sie aber tagelang nicht erreichen.
Extremes Gelände erschwerte Bergung
Die Bergung sei unter den Bedingungen äußerst riskant, hieß es laut „BBC“ von Seiten der Behörden. Auch der Einsatz von Drohnen sei durch Wetter und Sicht stark eingeschränkt.
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Zwei Versuche, sie zu erreichen, mussten abgebrochen werden. Erst am Dienstag, vier Tage nach dem Unfall, gelang es den Einsatzkräften, zu Juliana M. zu gelangen. Sie konnten sie jedoch nur noch tot bergen. Die Todesursache ist bislang unklar und soll von den örtlichen Behörden noch untersucht werden. Ihre Familie bestätigte den Tod auf sozialen Medien.
Bergführer: „Ich habe sie nicht zurück gelassen“
Ihr Bergführer, Ali M., erklärte gegenüber der brasilianischen Zeitung „O Globo“, er habe Juliana geraten, sich auszuruhen. Er habe sie nicht im Stich gelassen, sondern sei ihr wenige Minuten voraus gewesen. Als er merkte, dass sie nicht nachkam, suchte er sie, hörte schließlich Hilferufe und sah das Licht einer Taschenlampe tief in einer Schlucht. Einen direkten Kontakt konnte er nicht mehr herstellen.
Zunächst war der Wanderweg trotz des Unfalls nicht gesperrt worden, was für öffentliche Kritik sorgte. Angehörige warfen den Behörden vor, den Tourismus über Menschenleben zu stellen. Erst am Montag wurden die Zugänge zum Nationalpark vollständig geschlossen, um die Rettungsarbeiten nicht weiter zu behindern.
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