Erst das Schweizer Dorf Blatten, jetzt droht auch Brienz ein Unglück: Das kleine Bergdorf im Kanton Graubünden darf seit Montag nicht einmal mehr tagsüber betreten werden. Die Gefahr eines gewaltigen Bergsturzes ist zu groß.

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Rund eine halbe Million Kubikmeter Fels haben sich oberhalb des Dorfs in Bewegung gesetzt, das entspricht der Größe von etwa 500 Einfamilienhäusern. Die Gesteinsmassen könnten jederzeit ins Tal stürzen. Wie die Gemeinde Albula mitteilt, hat sich das sogenannte „östliche Plateau“ in den letzten Tagen deutlich beschleunigt. Deshalb gilt nun: niemand rein, niemand raus – auch nicht mehr für kurze Besuche.
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Dorfbewohner bereits seit November im Exil
Noch bis vor kurzem war es den evakuierten Anwohnerinnen und Anwohnern erlaubt, tagsüber zurückzukehren, um sich um ihre Felder zu kümmern oder Tiere zu versorgen. Jetzt mussten auch die Kühe von den Weiden geholt werden. Landwirtschaft rund um das Dorf ist vorerst nicht mehr möglich.
Die rund 80 Dorfbewohner leben seit November 2024 im Exil. Schon 2023 war es in Brienz zu einem gewaltigen Felsrutsch gekommen. Damals bewegten sich 1,2 Millionen Kubikmeter Geröll talwärts. Das Material kam wenige Meter vor den ersten Häusern zum Stillstand. Die Behörden hatten das rechtzeitig erkannt und das Dorf vorsorglich evakuiert.
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Der Fall Brienz weckt Erinnerungen an eine Katastrophe, die sich erst kürzlich in einem anderen Bergdorf ereignete: Im Mai wurde Blatten im Walliser Lötschental von einer Eis- und Schuttlawine nahezu vollständig verschüttet. Der abgebrochene Birchgletscher schleuderte Millionen Kubikmeter Geröll ins Tal.






