Im spanischen Fuengirola (Provinz Málaga) an der Costa del Sol sind am späten Samstagabend (31. Mai) nach Schüssen zwei Personen ums Leben gekommen. Eine dritte Person sei schwer verletzt worden. Laut den „Costa Nachrichten“ soll ein maskierter Mann zwei schottische Staatsbürger erschossen haben. Die spanische Nachrichtenagentur EFE schreibt, dass es sich um eine „Abrechnung in der Drogenszene“ gehandelt habe. Die Costa del Sol (spanisch für Sonnenküste) ist ein bei Touristen sehr beliebtes Urlaubsziel.

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Augenzeugen berichteten, dass ein Mann aus einem Auto gestiegen sei und auf die beiden Männer am Eingang des Irish Pub „Monaghan‘s“ geschossen habe. Der Schütze sei daraufhin im selben Fahrzeug geflohen und konnte bislang nicht ausfindig gemacht werden. Das erste Opfer sei nach einem Treffer in der Brust sofort tot gewesen, wie die „Costa Nachrichten“ berichten. Beim zweiten Verletzten sollen Rettungskräfte noch alles versucht haben, er sei dann aber ebenfalls am Tatort seinen Verletzungen erlegen. Über den Zustand der schwer verletzten Person ist nichts bekannt.

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Laut englischen Medien handelt es sich bei den Toten um die Schotten Eddie Lyons Junior und Ross Monaghan, die beide Verbindungen zu einer kriminellen Bande in Glasgow gehabt haben sollen. Monaghan – der Besitzer des Pubs – wurde gar mit der Ermordung von Kevin „Gerbil“ Carroll, einem der gefürchtetsten Gangmitglieder in Glasgow, in Verbindung gebracht. 2012 wurde Monaghan allerdings vor einem Glasgower Gericht in dieser Angelegenheit freigesprochen.

Costa del Sol: Ist es ein aus Schottland importierter Bandenkrieg?

Carroll gehörte offensichtlich zur Bande „The Daniels“, deren Rivalen seit über 20 Jahren „The Lyons of Glasgow“ sind. Zu denen gehörten Monaghan und Eddie Lyons. Erstgenannter soll sich bereits 2017 Richtung Andalusien abgesetzt haben – u.a. auch deswegen, weil „The Daniels“ Jagd auf ihn gemacht hatten. „The Scottish Sun“ will in Erfahrung gebracht haben, dass Daniels-Mitglieder und Gangster des eingesperrten Kokain-Königs Mark Richardson den Plan ausgeheckt haben sollen, die beiden zu ermorden.

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Für Touristen aus aller Welt ist es natürlich mehr als beunruhigend, dass zwei Männer in einer belebten und beliebten Gegend mehr oder weniger „hingerichtet“ werden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Urlauber in den kommenden Wochen noch nach steigen wird. Als Umschlagplatz internationaler Drogen-Kartelle macht die Costa del Sol immer wieder Schlagzeilen. Erst im April – rund um Ostern – gab es in Málaga, Mijas Costa, Marbella und Estepona binnen nur einer Woche vier Schießereien.

dw/fmg