Seitdem das Containerschiff „MSC ELSA 3“ in der Nacht zu Sonntag vor der Küste Indiens gesunken ist, kämpfen die indischen Behörden vor dem Bundesstaat Kerala mit einem wachsenden Ölteppich. Das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff transportierte den Behörden zufolge in insgesamt 640 Containern Hunderte Tonnen Heiz- und Dieselöl. Zudem hatte das Schiff etwa 370 Tonnen Treibstoff an Bord.

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Bereits am Samstag war das Schiff in Schwierigkeiten geraten und hatte einen Notruf abgesetzt, wie die indische Marine erklärte. Schon beim Eintreffen der Rettungskräfte habe sich das Schiff in einer gefährlichen Schräglage befunden, heißt es weiter. Alle 24 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Die Seeleute stammten aus Georgien, Russland, der Ukraine und den Philippinen. 

Viele von den 640 Containern treiben bereits im Meer. Darunter enthalten viele gefährliche Ladungen und Chemikalien.
Viele von den 640 Containern treiben bereits im Meer. Darunter enthalten viele gefährliche Ladungen und Chemikalien. © AFP | -

Droht wegen dem Öl oder der Chemikalien eine Umweltkatastrophe? 

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Gütern sollen unter den versunkenen Containern auch zwölf Stück gewesen sein, in denen Kalziumkarbid transportiert wurde. Der Stoff wird in der Chemieindustrie unter anderem zur Produktion von Dünger verwendet. Angesichts des sensiblen Ökosystems vor der Küste Kerala versuche die Küstenwache die Verschmutzung einzudämmen, wie die Marine weiter erklärte. 

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Nach Angaben des Bundesstaates Kerala ist die Küstenwache nun mit zwei Schiffen im Einsatz, um das ausgetretene Öl einzudämmen. Gleichzeitig verteilt ein Flugzeug ein Pulver, welches das Öl zersetzen soll. Warum das Schiff in Seenot geriet, ist nicht bekannt. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich von angeschwemmten Containern fernzuhalten. Auch Fischer wurden aufgefordert, sich nicht zu nahe an das gesunkene Schiff zu wagen. 

dk/afp