Elefanten haben einen beeindruckenden Beschützerinstinkt. In der Savanne verteidigen sie ihre Kälber, ohne zu zögern, vor Löwen, Menschen und Hyänen. Und auch in Gefangenschaft schrecken sie selbst vor einer Naturkatastrophe nicht zurück. So geschehen im Zoo von San Diego: Als ein Erdbeben der Stärke 5,2 den Boden beben ließ, eilte eine Elefantenfamilie zum Schutz ihrer Jungtiere.
Das berichtet die Nachrichtenagentur „Associated Press“. Ein berührendes Video zeigt das Gehege im San Diego Zoo Safari Park, wo am Montag fünf Afrikanische Elefanten in der Morgensonne stehen. Als die Erde zu beben beginnt, rennen sie auf einmal wie erschrocken in verschiedene Richtungen. Dann drängen sich die älteren Elefanten Ndlula, Umngani und Khosi um die beiden siebenjährigen Kälber Zuli und Mkhaya.
In dem schützenden Ring bleiben sie mehrere Minuten lang stehen, während die älteren Elefanten nach außen blicken. Ihre gespreizten Ohren scheinen zu flattern – selbst nachdem das Erdbeben aufgehört hat.
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Erdbeben lässt Elefanten schützenden Ring um Kälber bilden
Laut US-Medien war das Erdbeben in Kalifornien von San Diego bis ins 193 Kilometer entfernte Los Angeles zu spüren. Es entstand am Zweig der San-Andreas-Verwerfung, der sogenannten Elsinore-Verwerfung, die immer wieder Erdbeben auslöst. Wie „CBS News“ unter Berufung auf einen Seismologen berichtet, lag das Epizentrum knapp 13 Kilometer unter der Erde. Außer Steinfällen auf Straßen und verwüsteten Supermarktregalen wurden keine Verletzungen oder Schäden vermeldet.
Stronger together 🐘
— San Diego Zoo Wildlife Alliance (@sandiegozoo) April 14, 2025
Elephants have the unique ability to feel sounds through their feet and formed an "alert circle" during the 5.2 magnitude earthquake that shook Southern California this morning. This behavior is a natural response to perceived threats to protect the herd. pic.twitter.com/LqavOKHt6k
In San Siego bekamen die Elefanten allerdings einen ordentlichen Schreck. Mindy Albright, Kuratorin für Säugetiere in dem Zoo, erklärt im „Guardian“ das Verhalten: Sobald die Elefanten sich in einem Kreis befinden, „erstarren sie, während sie Informationen über die Gefahr sammeln“.

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Elefanten seien hochintelligente und soziale Tiere, die Geräusche über ihre Füße wahrnehmen können. Bei Gefahr versammeln sie sich oft in einem „Alarmkreis“, in dem die Jungen sich in der Mitte befinden und die Erwachsenen nach außen blicken, um die Gruppe zu verteidigen.
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Die Leitkuh, das erfahrenste weibliche Tier der Herde, übernimmt in solchen Situationen oftmals die Führung. Sie erkennt Bedrohungen oft früh durch ihr feines Gehör, ihren Geruchssinn oder das Verhalten anderer Tiere. Sobald Gefahr droht, stößt sie manchmal einen tiefen, grollenden Laut aus oder trompetet – ein Warnsignal für die gesamte Gruppe.
Laut Albright könne man im Video eine interessante Dynamik beobachten. Während eines eines der Kälber zwischen den Erwachsenen Schutz sucht, blieb das andere Kalb, das einzige Männchen, am Rand des Kreises und wollte seinen Mut und seine Unabhängigkeit beweisen.
Die Elefantenkuh Khosi, eine Teenagerin, die ihn zusammen mit seiner leiblichen Mutter Ndlula aufgezogen hatte, klopft ihm deshalb wiederholt mit dem Rüssel auf den Rücken und sogar ins Gesicht, als wolle sie ihm sagen: „Alles ist in Ordnung“ und „Bleib im Kreis“. „Es ist so schön zu sehen, wie sie das tun, was wir alle tun sollten – was alle Eltern tun sollten: ihre Kinder beschützen“, wird Albright zitiert.






