Man kennt ihn als Tech-Visionär, Raketen-Milliardär, Twitter-Troll – und nun auch als Vater mit fragwürdigem Freizeitprogramm: Elon Musk sorgte am Wochenende erneut für Aufsehen, als er gemeinsam mit seinem vierjährigen Sohn „X Æ A-12“ eine Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC) besuchte – der weltweit größten Liga für Mixed Martial Arts.

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Es war nicht das erste Mal, dass der Tesla-Chef mit seinem Kind in der Öffentlichkeit auftrat – schon bei einer Pressekonferenz im Oval Office im Februar zog der Kleine alle Blicke auf sich. Doch diesmal war der Rahmen ein anderer – und das Spektakel deutlich gewalttätiger.

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Mixed Martial Arts: Blutiger Kampfsport für ein Kind

Der Kampf, den Musk mit seinem Sohn verfolgte, fand am Samstagabend in Miami statt. Weit nach 22 Uhr standen sich dort Alexander Volkanovski und Diego Lopes gegenüber – zwei der prominentesten Kämpfer der Liga. Im Publikum: Musk mit seinem Sohn auf dem Schoß. Beide trugen große Kopfhörer, offenbar um sich vor dem ohrenbetäubenden Lärm in der Halle zu schützen.

Mixed Martial Arts – eine Mischung aus Boxen, Kickboxen, Ringen und anderen Kampfsportarten – gilt als besonders hart. Im Gegensatz zum Show-Wrestling sind die Kämpfe echt, nicht inszeniert und nicht selten blutig. In einigen US-Bundesstaaten war die UFC zeitweise verboten. In Deutschland ist der Zutritt zu solchen Veranstaltungen je nach Bundesland frühestens ab 16 Jahren erlaubt, auch in Begleitung Erwachsener.

Donald Trump und Elon Musk bei UFC-Event

Prominenz war an diesem Abend in Miami reichlich vertreten – allen voran Elon Musk mit seinem Sohn „X“ und daneben Donald Trump. Der US-Präsident ist bekennender UFC-Fan und wurde bei seinem Auftritt in der Arena mit tosendem Applaus begrüßt. Seine 17-jährige Enkelin Kai Trump, mittlerweile Influencerin mit einem Millionenpublikum auf TikTok, war ebenfalls anwesend.

Doch Trump und Musk waren nicht die einzigen bekannten Gesichter in den ersten Reihen: Der Abend in Miami wurde zu einer Art kurioser Polit-Gala. Laut der „New York Times“ nahmen auch mehrere hochrangige Regierungs- und Parteivertreter an dem UFC-Event teil – darunter FBI-Direktor Kash Patel, der republikanische Senator Marco Rubio, Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard, Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Senator Ted Cruz.

Für Teile der amerikanischen Rechten ist die UFC längst mehr als ein Sport – sie gilt als Bühne für Stärke, Härte und Männlichkeit. Dass sich gleich mehrere Regierungsmitglieder und ein Tech-Milliardär mit Kind in dieser Kulisse zeigten, spricht für die politische Symbolik des Abends.

dpa/ew