Wie glücklich machen Haustiere? Unfassbar viel, würden wohl die meisten Besitzer von Hunden oder Katzen antworten. Eine britische Studie hat trotzdem versucht, das Unfassbare in Zahlen zu übersetzen. Dafür wählten die Forscher der Universität Kent eine ungewöhnliche Maßeinheit, die dafür umso mehr Menschen nachvollziehen können: das Jahreseinkommen.

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So könne der Einfluss von Hunden und Katzen auf die Lebenszufriedenheit mit einem Jahreseinkommen von rund 81.000 Euro verglichen werden. Damit machen die Haustiere in etwa so glücklich, wie regelmäßig seine Freunde oder Familie zu treffen, heißt es in der Studie. Auf einer Skala von eins bis sieben stieg die Lebenszufriedenheit von Menschen mit Katze oder Hund um drei bis vier Punkte an.
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Hunde und Katzen machen so glücklich wie 81.000 Euro im Jahr
Die Forscher berechneten den Effekt mithilfe des Lebenszufriedenheits-Ansatzes. Die Methode wurde von Ökonomen entwickelt, um den impliziten Preis verschiedener Faktoren oder Ereignisse zu bestimmen. Laut einer Pressemitteilung konnten Forscher damit bereits den Effekt einer Ehe auf die Lebenszufriedenheit des durchschnittlichen Briten bestimmen. Der sei ebenfalls mit einem Jahreseinkommen von 81.000 Euro vergleichbar.
Die in der Fachzeitschrift „Social Indicators Research“ veröffentlichte Studie nutzte die Daten der britischen Langzeitstudie „UK Household Longitudinal Survey“. Dabei wurden neben der Betreuung von Haustieren, auch Persönlichkeitsmerkmale und die Lebenszufriedenheit abgefragt.
In bisherigen Studien wurde nur eine Korrelation und kein kausaler Zusammenhang für den Besitz von Haustieren dokumentiert. Deshalb wurden die Teilnehmer der Langzeitstudie auch explizit danach befragt, ob sie sich um die Haustiere von beispielsweise Nachbarn kümmern, wenn diese verreist oder auf der Arbeit sind. Dadurch konnte der positive Einfluss der Tiere auch auf Menschen nachgewiesen werden, die keinen Hund oder Katze besitzen. Andere Haustiere wurden nicht abgefragt.
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Katzenmenschen sind offener, Hundemenschen extrovertierter
Die Wissenschaftler verglichen außerdem die Persönlichkeitsmerkmale von Hunden- und Katzenbesitzern miteinander. Demnach seien Katzenbesitzer offener, während Hundebesitzer extrovertierter, umgänglicher und weniger neurotisch wirkten. Generell würden Menschen mit Haustieren offener, gewissenhafter und extrovertierter als Personen ohne Haustiere erscheinen.
„Diese Studie beantwortet die Frage, ob Haustiere insgesamt gut für uns sind, mit einem klaren Ja“, fasst die Studienleiterin, Dr. Adelina Gschwandtner, die Ergebnisse zusammen. „Haustiere kümmern sich um uns, und ihre Gesellschaft ist mit einem erheblichen finanziellen Wert verbunden. Diese Informationen können für die Gesundheitspraxis und -politik genutzt werden, um das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit von Menschen mithilfe von Haustieren zu steigern.“
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Forschung: So glücklich machen Haustiere
Mehrere Studien haben in den letzten Jahren den Zusammenhang zwischen dem Besitz von Haustieren und dem individuellen Glücksempfinden untersucht. Dabei zeigte sich, dass Haustierbesitzer im Durchschnitt eine höhere Lebenszufriedenheit und ein stärkeres emotionales Wohlbefinden berichten als Menschen ohne tierische Begleiter.
Besonders Hunde und Katzen scheinen einen positiven Einfluss auf das seelische Gleichgewicht ihrer Halter zu haben. Forscher führen diesen Effekt unter anderem auf die emotionale Bindung, körperliche Nähe und das Gefühl von Verantwortung zurück, das mit der Tierpflege einhergeht. Auch regelmäßige Aktivitäten wie Spaziergänge mit dem Hund fördern nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch soziale Interaktionen, was das Glücksgefühl zusätzlich steigern kann.
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Streicheln von Haustieren schüttet Hormone aus
Eine Studie der University of Missouri fand beispielsweise heraus, dass bereits wenige Minuten Streicheln eines Haustiers das Stresshormon Cortisol senken und gleichzeitig die Ausschüttung von Oxytocin – einem Hormon, das mit Vertrauen und Bindung in Verbindung gebracht wird – erhöhen kann. Andere Untersuchungen legen nahe, dass Haustiere in schwierigen Lebensphasen wie Trauer oder Einsamkeit als emotionale Stütze dienen und depressive Symptome lindern können.
Dennoch betonen Wissenschaftler, dass der Effekt stark von der individuellen Einstellung, den Lebensumständen und der Tierart abhängt. Haustiere allein machen also nicht automatisch glücklich, sie können jedoch unter den richtigen Bedingungen einen wichtigen Beitrag zum psychischen Wohlbefinden leisten.









