In der Steinzeit war die Jagd auf Mammuts wahrscheinlich eine gemeinschaftlich organisierte Unternehmung, da einzelne Jäger die gewaltigen Tiere kaum bezwingen konnten. Archäologische Funde und experimentelle Nachstellungen legen nahe, dass gezielte Strategien wie das Treiben der Mammuts in natürliche Hindernisse wie Schluchten oder Sümpfe genutzt wurden. Zudem könnten vorbereitete Fallgruben eine Rolle gespielt haben.

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Das erlegte Mammut lieferte Materialien für Werkzeuge, Kleidung und Behausungen, wodurch die Jagd eine zentrale Rolle im Überleben der steinzeitlichen Gemeinschaft spielte. Vor allem aber waren die Tiere eine wichtige Nahrungsquelle, wie eine vor Kurzem erschienene Studie belegt.
Hierfür untersuchte ein Forschungsteam die Knochen eines 18-Monate alten Kindes. Dabei ermittelten die Wissenschaftler die exakte Nahrungszusammensetzung einer frühen Menschengattung. Die Ergebnisse überraschen und lassen Rückschlüsse auf das Aussterben der Mammuts zu.
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Paleo-Diät: Ernährte sich die Mutter des gefundenen Kindes ausschließlich von Fleisch?
Die 13.000 Jahre alten Überreste des Kleinkindes wurden im US-Bundesstaat Montana ausgegraben. Das Kind gehörte wohl zur Clovis-Kultur, der ersten prähistorischen Kultur auf amerikanischem Boden. Sie zeichnete sich vor allem durch die Anfertigung von Projektilen aus Feuerstein mit doppelseitigen Schneiden aus.
Als der Junge verstarb, wurde er noch gestillt, sodass die Untersuchung der sterblichen Überreste vor allem Rückschlüsse auf die Ernährung seiner Mutter zuließ. Analysen zeigen, dass ihre Nahrung zu einem wesentlichen Teil aus Mammutfleisch bestand. Laut den Forscherinnen und Forschern ähnelte ihre Ernährungsweise jener der heute ausgestorbenen Säbelzahnkatzen der Gattung Homotherium, wie sie in der Fachzeitschrift „Science Advances“ berichten.
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Charakteristische Radioisotope: Was die Analyse über prähistorische Lebensweisen der Clovis-Kultur verrät
Bei der Erforschung der Ernährung der Clovis-Kultur vor 13.000 Jahren wurden modernste Analysetechniken verwendet. Die Forscher untersuchten auf atomarer Ebene die Anordnung Isotope in den Knochen, die als Indikatoren für die Nahrungsaufnahme dienen und daher eine Art „chemischen Fingerabdruck“ liefern können, wie Mat Wooller, einer der Co-Autoren der Studie, erläuterte.
Dieser individuelle Ernährungs-Code des Jungen sei aufgrund des Stillens vermutlich direkt von seiner Mutter geerbt worden. Er zeige daher, dass Mammuts eine wichtige Nahrungsquelle für seine gesamte Familiengruppe gewesen seien, schreiben die Autoren in der Studie.
Das Team verglich die Werte der Mutter mit einer Vielzahl von Nahrungsquellen aus derselben Zeit und Region. Dabei stellte sich heraus, dass etwa 40 Prozent ihrer Ernährung aus Mammutfleisch bestand, während andere Großtiere wie Elche und Bisons den Rest ausmachten. Kleine Säugetiere oder auch Pflanzen, die oft als wichtige Nahrungsquelle angesehen werden, spielten in ihrer Ernährung hingegen nur eine sehr geringe Rolle.
Aussterben der Mammuts: Paläontologen machten lange das Klima dafür verantwortlich
Laut den Forschern konnten sich die Clovis-Menschen nur durch die Jagd auf Mammuts und andere Megafauna-Tiere innerhalb von wenigen Hundert Jahren über Nordamerika und Südamerika ausbreiten. „Wenn sich das Klima in einer Weise verändert, die den geeigneten Lebensraum für einige dieser Megafauna verringert, dann macht es sie möglicherweise anfälliger für menschliche Raubtiere. Diese Leute waren sehr effektive Jäger“, sagte Ben Potter, Archäologe an der University of Alaska Fairbanks und Autor der neuen Studie, in einem Statement.
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Mammuts starben aus bisher ungeklärten Gründen vor 12.000 Jahren zum Ende der letzten Eiszeit in Nordamerika aus. Forscher streiten darüber, ob die Ursache in den veränderten Umweltbedingungen oder in der menschlichen Jagd auf die Tiere liegt. Laut der Studie gibt es jedoch Hinweise darauf, dass es die Menschen waren, die Mammuts und andere Riesensäugetiere auslöschten.
„Ich war überrascht, dass die Dinge so gut zusammenpassten“, sagte der Archäologe Potter gegenüber der „New York Times“. Über Jahrzehnte machten die meisten Paläontologen das Klima für das Verschwinden der Megafauna Nordamerikas verantwortlich. Die Tiere schienen nicht in der Lage zu sein, sich an die Umwelt anzupassen.
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Derzeit nehme man an, dass die Gründe für das Aussterben der Mammuts in dem Aufeinandertreffen der beiden Gruppen liegen: Eine hochentwickelte Jagdkultur – mit Fähigkeiten, die über 10.000 Jahre in Eurasien verfeinert wurden –, die einer naiven Populationen gegenüberstand, die bereits unter dem Stress der Umweltveränderungen litt, fügte der Co-Autor der Studie, Jim Chatters, hinzu.








