Bei Waldbränden in Südkorea sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Die Brände wüten bereits seit Freitag vergangener Woche. Weitere 30 Personen wurden durch die Flammen verletzt, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Mit einer niedergebrannten Waldfläche von rund 36.000 Hektar – eine Fläche knapp halb so groß wie Hamburg – sind die Brände in ihrem Ausmaß bereits die größten in der Geschichte des Landes.

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Laut Yonhap kämpfen rund 5.000 Einsatzkräfte mithilfe von mehr als 140 Helikoptern gegen die Flammen. Am Wochenende waren vier Einsatzkräfte beim Kampf gegen die Flammen ums Leben gekommen. Mindestens vier Landkreise in Südkorea wurden zum Katastrophengebiet erklärt.

Südkorea: Historischer Tempel bei Waldbrand zerstört
Nach wie vor breiten sich die Flammen den Angaben zufolge unkontrolliert aus. Am Donnerstag sind für die betroffenen Regionen im Südosten des Landes leichte Regenfälle angesagt, doch dürften die Niederschlagsmengen nicht ausreichen, um die Lage nachhaltig zu entspannen.

Rund 37.000 Anwohner mussten bislang aus ihren Häusern evakuiert und in Notunterkünfte gebracht werden. Einige der betroffenen Landstriche leiden zudem unter Wassermangel und Stromausfällen.
Die Brände haben mehrere historische Stätten zerstört. So brannte am Dienstagnachmittag ein über tausend Jahre alter Tempel vollständig nieder. Auch das historische Hahoe-Dorf, welches von der Unesco 2010 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist von den Flammen bedroht. Die Anwohner wurden zur Evakuierung aufgerufen.

Das Feuer war am Freitag im Landkreis Sancheong ausgebrochen, etwa 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Nach Angaben der Behörden haben trockene Winde und eine anhaltende Dürre die Waldbrände begünstigt.
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In Südkorea kommt es während anhaltender Trockenperioden regelmäßig zu Waldbränden. In den vergangenen Jahren haben sowohl die Durchschnittstemperaturen als auch Extremwetter im Land zugenommen, was die Gefahr für Brände und deren Ausmaße deutlich erhöht hat. Wissenschaftler sehen die Zunahme von Waldbränden in Südkorea auch als Indikator für den fortschreitenden Klimawandel.
AFP/lro




