Neun Monate lang in der Werkshalle oder dem Bürogebäude eingesperrt sein – für die meisten Angestellten wäre das ein Albtraum. Doch zwei US-Astronauten ist genau das passiert. Wegen einer Raumschiff-Panne mussten sie rund neun Monate länger als ursprünglich geplant auf der Internationalen Raumstation ISS ausharren.

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Nun sind die zwei US-Astronauten wieder zurück auf der Erde. Suni Williams und Barry Wilmore landeten am Dienstag mit einer „Crew Dragon“-Raumkapsel der Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk im Meer vor der Küste des US-Bundesstaates Florida, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.
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Nasa-Astronauten bekommen keine Überstunden bezahlt
Eigentlich sollten Williams and Wilmore nur acht Tage auf der Raumstation bleiben. Immer wieder wurde ihr Rückflug verschoben, am Ende verbrachten sie 286 Tage im All. Sie waren für diese Zeit also 24 Stunden an ihrem Arbeitsplatz. Doch ein kleines Vermögen an Überstunden verdienten die beiden trotzdem nicht.

Wie die „New York Times“ berichtet, werden Williams und Barry kaum entlohnt für die vielen Überstunden. So würden sie als Regierungsangestellte genauso behandelt werden, wie andere Geschäftsreisende im Auftrag des Staates, die zum Beispiel in einen anderen US-Bundesstaat reisen.
Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation würden weder Überstunden- noch Feiertags- oder Wochenendzuschläge erhalten, heißt es in dem Bericht, der sich auf einen Sprecher der NASA bezieht.
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Astronauten bekommen 1430 US-Dollar als Nebenkostenzulage bezahlt
Eine Sache gibt es jedoch, auf die sich Williams und Wilmore freuen können: die Zulage für Nebenkosten. Die beträgt fünf US-Dollar pro Tag. Dabei handele es sich um eine Tagespauschale, die allen Bundesangestellten anstelle der Reisekostenerstattung ausgezahlt wird.
Auf ihre 286 Tage im All gerechnet, kommen die Astronauten so auf 1430 US-Dollar, die ihnen zusätzlich zum Gehalt überwiesen werden. Finanzielle Sorgen werden die zwei Ex-Gestrandeten allerdings wohl nicht haben. Laut der NASA beträgt ihr Gehalt 152.258 US-Dollar im Jahr.
Doch um das Geld ging es den Astronauten wohl sowieso nie. „Das ist mein ‚Happy Place‘“, sagte Williams laut der „NYT“ im September. „Ich liebe es, hier oben im Weltraum zu sein. Es macht einfach Spaß, wissen Sie?“ Und auch Anderson bekundete 2022 auf Facebook, dass Astronaut sein Traumberuf ist.
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Williams und Wilmore sind erfahrene Raumfahrer
Williams und Wilmore waren Anfang Juni 2024 zur ISS gekommen. Aufgrund von technischen Problemen mit ihrem „Starliner“-Raumschiff entschied die Nasa aus Sicherheitsgründen jedoch, das vom US-Konzern Boeing entwickelte Raumschiff leer zur Erde zurückfliegen zu lassen.
Die 59-jährige Williams und ihr 62-jähriger Kollege Wilmore waren zuvor schon mehrfach im All gewesen. Sie gelten als erfahrene Astronauten. Nach der Landung ihrer Kapsel im Meer lächelten und winkten sie und streckten ihre Daumen nach oben. Anschließend wurden sie nach Houston im US-Bundesstaat Texas gebracht, wo sie ihre Familie wiedersehen und ein 45-tägiges Rehabilitationsprogramm beginnen sollten.
mit dpa







