Die beiden Nasa-Astronauten Suni Williams und Butch Wilmore sind nach etwa neun Monaten zur Erde zurückgekehrt. Gemeinsam mit ihrem Nasa-Kollegen Nick Hague sowie dem russischen Kosmonauten Alexander Gorbunow landete ihre Kapsel gegen 17.58 Uhr (Ortszeit, 22.58 Uhr deutscher Zeit) im Meer vor Florida. Die Reise begann gegen 6 Uhr deutscher Zeit und dauerte knapp 17 Stunden. Bei der Kapsel handelt es sich um eine Dragon-Kapsel des Raumfahrtunternehmens SpaceX, das Elon Musk gehört.

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Die Kapsel wurde nach Wiedereintritt in die Erdatmosphäre von Fallschirmen abgebremst. Sie landete im Golf von Mexiko vor der Küste von Florida. Zunächst nährten sich Experten mit einem Schlauchboot und untersuchten die Kapsel auf gesundheitsschädliche Rauch. Anschließend hob ein Kran das Raumschiff auf ein Schiff. Dort konnten die vier Astronauten die Dragon von Besatzungsmitgliedern gestützt verlassen.

Kommandant Nick Hague war der erste, der die Kapsel verließ, gefolgt von Alexander Gorbunow. Anschließend setzten Suni Williams und Butch Wilmore Fuß an Deck des Schiffs. Die Rückkehrer winkten und lächelten in die Kameras des Nasa-Livestreams. Die Schiffsbesatzung half den vier Raumfahrer auf eine Trage.

Williams und Wilmore, zwei ehemalige Navy-Piloten und erfahrene Nasa-Astronauten, waren im vergangenen Juni mit einem Starliner-Raumschiff des US-Luftfahrtkonzerns Boeing zur ISS geflogen und sollten ursprünglich nur acht Tage im All verbringen. Es war der erste bemannte Flug des Starliners, dessen Inbetriebnahme sich über Jahre wegen technischer Schwierigkeiten verzögert hatte.
Suni Williams und Butch Wilmore waren 286 Tage im All
Wegen eines technischen Problems am Starliner kehrte dieser jedoch ohne sie zur Erde zurück. Seither saßen die beiden Astronauten auf der ISS fest. Im September kamen Hague und Gorbunow auf die Raumstation mit einer Kapsel, in der zwei Plätze für Williams und Wilmore freigelassen worden. In einem Notfall hätten die Astronauten also bereits zur Erde zurückkehren können. Sie blieben aber länger auf der Raumstation, um diese nicht unterbesetzt zu lassen. Am Sonntag traf die vierköpfige Ablösung auf der ISS ein. Die beiden erfahrenen Wissenschaftler befanden sich 286 Tage im All.

In mehreren Interviews widersprach Suni Williams der Darstellung, dass sie im All im Stich gelassen wurden. Das hatte unter anderem US-Präsident Donald Trump behauptet. Sie seien Teil etwas viel Größeres als sie selbst, sagte Williams dem Sender CBS News, – nämlich der internationalen Raumstation. „Wir fühlen uns als Teil des Teams und das ist eine große Ehre.“ Der US-Präsident hat angekündigt, die beiden Astronauten empfangen zu wollen.
mein mit dpa




