In den 1990er-Jahren galt sie dank ihrer Rolle als Rettungsschwimmerin im roten Badeanzug in der Fernsehserie „Baywatch“ und zahlreichen Titelgeschichten im Playboy Magazin als Ikone. Nach dem Kinoflop mit „Barb Wire“ sorgte Pamela Anderson mehr mit ihren tumultuösen Ehen mit Tommy Lee und Kid Rock für Aufsehen. Nach einigen Auftritten im Reality-TV spielte sie 2022 am Broadway im Musical „Chicago“ die Hauptrolle. Mit dem Kinodrama „The Last Showgirl“ über eine in die Jahre gekommene Revuetänzerin in Las Vegas, das am 20. März ins Kino kommt, gelingt der inzwischen 57-Jährigen nun weniger ein Comeback als der erste Schritt, als Schauspielerin ernst genommen zu werden.

Frau Anderson, in „The Last Showgirl“ spielen Sie eine Tänzerin, deren Revueshow in Las Vegas nach 30 Jahren abgesetzt wird und die sich nochmal neu erfinden muss. Dafür werden Sie von der Kritik gefeiert. Empfinden Sie es als späte Genugtuung, nicht mehr als Playboy-Häschen und Strandschönheit in „Baywatch“ wahrgenommen zu werden?

Pamela Anderson: Mich hat sicherlich angetrieben, zu beweisen, dass ich in all den Jahren verkannt worden bin. Da war eine Art Feuer, das ich für mich genutzt habe. Und es ist sehr erfüllend, nun die Resonanz zu sehen. Wenn nach der Kinovorstellung eine Frau sich mit Tränen in den Augen bei mir bedankt, dass sie sich als alleinerziehende Mutter mit geringem Einkommen wiedererkannt hat, berührt mich das sehr. Und ich weiß: Es war den ganzen Aufwand wert!

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