Normalerweise hält sich Influencerin Kim Kardashian mit politischen Statements zurück. Der Social-Media-Star sprach sich selbst im US-Wahlkampf – anders als viele weitere Prominente – nicht für einen Präsidentschaftskandidaten aus. Zu groß war die Gefahr, Follower zu vergraulen. Nun aber hat der Pop-Star eine Menge Leute gegen sich aufgebracht.

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Der Grund ist ein Foto-Shooting für das US-Magazin „Perfect“. Dort rekelte sich Kardashian unter anderem auf einem Tesla Cybertruck. Ein Produkt, das wie kein anderes für die größenwahnsinnigen Ambitionen des Tesla-Chefs Elon Musk steht, der gerade den US-Staatsapparat zerlegt. Zudem posierte Kardashian in mehreren Fotos mit Optimus, einem humanoiden Roboter der Firma Tesla.
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Kardashian will das aber offenbar nicht als politisches Statement verstanden sehen. Gegenüber „Perfect“ sagte sie: „Ich glaube, der Witz daran, dass ich das Shooting mit dem Roboter gemacht habe, ist, dass ich mich selbst wie ein Roboter fühle.“ Viele Menschen sehen in der Tesla-Werbung allerdings durchaus einen politischen Akt und reagierten entsprechend empört.
Auf der Plattform Instagram, wo Kardashian die Fotos teilte, häufen sich negative Kommentare. „Ich hab genug von dir und deinen Produkten“, schreibt eine Nutzerin. „Kim würde Werbung für den Holocaust machen, wenn der Preis stimmt“, fügt ein anderer zynisch hinzu. Der Eindruck, den die überwiegende Mehrzahl der Kommentatoren teilt, ist eindeutig: Kardashian hat sich auf die Seite von Elon Musk und Donald Trump geschlagen.
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Und tatsächlich könnte der Zeitpunkt für ein Tesla-Werbeshooting nicht heikler sein. Tesla-Chef Elon Musk ist die treibende Kraft hinter dem massiven Kosten- und Personalabbau im US-Staatsapparat. Sein radikales Vorgehen stößt derzeit auf zunehmenden Widerstand. Der Tech-Milliardär sieht sich mit juristischen Hürden und Protesten der Zivilbevölkerung konfrontiert. Während er Trumps Vertrauen genießt, ist Musk bei der Mehrheit der US-Bürger unbeliebt. Die Tesla-Aktie war zuletzt deutlich abgestürzt.
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US-Präsident Trump hatte daraufhin vergangene Woche seinen Amtssitz in einen Tesla-Verkaufsraum verwandelt. Er posierte mit Musk und mehreren Tesla-Autos vor dem Weißen Haus und kaufte schließlich einen roten Tesla vor laufenden Kameras. Dabei sprach er in höchsten Tönen von dem E-Autohersteller. Die Tesla-Aktie erholte sich daraufhin etwas. Auch das Kardashian-Foto-Shooting könnte Musk – und damit auch der Trump-Regierung – gelegen kommen.
lro






