Zu der großen Zahl von Film- und Fernsehproduktionen von „Tatort“ bis „Herr und Frau Bulle“, in denen Johann von Bülow mitwirkte, kommt nun eine Episodenhauptrolle in der neuen Folge von „Wendland“ hinzu (am 19. März um 20.15 Uhr im ZDF). Künstlerisch beschäftigt sich der 52-Jährige auch mit ganz anderen Themen – zum Beispiel der Lüge. So erklärt er im Interview, wie er selbst versucht, die Wahrheit herauszufinden, aber auch wie er mit Hindernissen im Alltag umgeht.

Unser Interview hat sich verschoben, weil Ihr Auto einen Platten hatte und Sie erstmal den Reifen wechseln mussten. Was ist denn die extremste Situation, die Sie auf einer beruflichen Reise erlebt haben?

Johann von Bülow: Vor rund 25 Jahren hatte ich um 19.30 Uhr eine Vorstellung am Schauspielhaus in Bochum, für die ich aus Berlin anreisen musste. Weil ich jung und naiv war, fand ich es eine gute Idee, erst um 12.30 Uhr loszufahren. Leider geriet ich dann in den Rückstau eines Unfalls mit brennendem Lastwagen, gefolgt von einem endlosen Umgehungsstraßenstau. In meiner Verzweiflung bin ich irgendwann in ein Wohngebiet gefahren, dort habe ich eine Frau getroffen, die mich zurück auf die leere Autobahn gelotst hat. So bin ich dann mit bis zu 230 Sachen Richtung Bochum gedonnert.

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