Vor Millionen von Jahren veränderte ein verborgenes Naturphänomen die Meere der Erde. Wie neue Forschungen der Brown University zeigen, senkte sich vor rund zehn Millionen Jahren der Meeresspiegel um bis zu 32 Meter. Ein Ereignis, das die geologischen Prozesse des Klimas beeinflusste und heute katastrophale Folgen hätte.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Studie zeigt, dass sich das Wachstum des Meeresbodens damals verlangsamte, wodurch sich die Ozeanbecken vertieften. Diese Veränderung ließ mehr Raum für das Meerwasser, was zu einem drastischen Rückgang des Meeresspiegels führte.
Die Auswirkungen auf das Klima
Ein solcher Rückgang habe tiefgreifende Auswirkungen auf das Klima gehabt, da er die Wärmezirkulation der Ozeane beeinflusste. Die Forscher stellten fest, dass während der Verlangsamung des Meeresbodens weniger Wärme aus dem Erdinneren in die Ozeane gelangte. Konkret bedeutete das einen Rückgang des Wärmeeintrags um acht Prozent.
Gleichzeitig nahm die hydrothermale Aktivität – also der Austritt von heißem Wasser und Mineralien aus Spalten und Quellen am Meeresboden – um bis zu 35 Prozent ab. Diese heißen Quellen spielen eine wichtige Rolle im globalen Klimasystem, weil sie Wärme und Nährstoffe in die Ozeane abgeben. Ihr Rückgang könne dazu beigetragen haben, dass sich das Klima damals abkühlte.
Meeresspiegel steigt
In der heutigen Zeit sind es jedoch andere Faktoren, die den Meeresspiegel beeinflussen. Vor allem der Klimawandel lässt den Meeresspiegel ansteigen – verursacht durch das Schmelzen von Eis und die Ausdehnung des Meerwassers. Sollte der gesamte antarktische Eisschild schmelzen, würde der Anstieg des Meeresspiegels mit etwa 36 Metern nahezu die gleiche Dimension erreichen, wie sie damals durch die geologischen Veränderungen verursacht wurde.
- Dank geheimer Fotos: Polizei findet prall gefülltes Schatz-Grab
- Polen: Archäologen lösen 400 Jahre altes Rätsel um „Vampirfrau“
- Unterwasser-Archäologie: Wrack von legendärem U-Boot aus Zweitem Weltkrieg gefunden
- Kannibalismus: Archäologen machen schaurige Entdeckung in Jamestown-Kolonie
- Altes Ägypten: Krebsoperationen schon vor 4300 Jahren?
Die Auswirkungen des schmelzenden Eises betreffen jedoch nicht nur den Meeresspiegel, sondern auch die Ozeanströmungen. Der Antarktische Zirkumpolarstrom (ACC), der eine entscheidende Rolle im globalen Klimasystem spielt, könnte bis 2050 um bis zu 20 Prozent langsamer werden. Diese Verlangsamung könnte erhebliche Folgen für das Weltklima haben, da der ACC große Mengen an Wärme und Nährstoffen zwischen den Ozeanen transportiert.




