Auf der schwedischen Insel Gotland ermittelt die örtliche Polizei wegen mutmaßlicher Sabotage an der Trinkwasserversorgung. Ein Anschlag, der die gesamte Insel ohne Wasser hätte zurücklassen können, wurde möglicherweise vereitelt, wie die schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ zuerst berichtete.

Störungsalarm und Entdeckung der Sabotage

Laut Polizei soll die Wasser- und Abwassereinheit der Region Gotland am Sonntagnachmittag einen Störungsalarm für eine Wasserpumpe an einer Quelle erhalten haben. „Techniker gehen zum Unfallort und stellen fest, dass jemand einen Schaltschrank geöffnet, ein Kabel herausgezogen und dadurch die Stromzufuhr zur Pumpe unterbrochen hat“, sagte Polizeisprecher Mats Eriksson gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SVT.

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Gegen 21.30 Uhr sei es den Technikern demnach gelungen, das Kabel wieder anzuschließen und die Pumpe erneut in Betrieb zu nehmen. Der Bereich wurde abgesperrt, und am Montagmittag nahm die Polizei die Ermittlungen am Tatort auf. Die Experten stuften den Vorfall als Sabotage ein, jedoch wurde bislang niemand verhaftet.

Patrik Johansson, Abteilungsleiter der Wasser- und Abwasserbehörde der Region Gotland, sagte gegenüber „Aftonbladet“, es sei offensichtlich, dass jemand die Pumpen stoppen wollte. Gleichzeitig beruhigte er die besorgten Bewohner: „Wir haben die Möglichkeit, die Produktion umzuorganisieren, wir können Wasser von anderen Orten beziehen und andere Rohwasserpumpen starten, dies hat keine Auswirkungen auf die Wasserversorgung“, so Johansson.

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Laufende Untersuchungen sollen Fragen klären

Der Pressesprecher des Sicherheitsdienstes, Johan Wikström, bestätigte gegenüber SVT den Berichtseingang: „Wir sind uns dieses Falles bewusst, da wir selbstverständlich immer eng mit der Polizei zusammenarbeiten und im Dialog stehen.“

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Die Verwaltung der Provinz Gotland teilte mit, dass alle weiteren Fragen aufgrund der laufenden Untersuchung an die Polizei weitergeleitet werden. Nach dem mutmaßlichen Sabotageakt habe man ein außerordentliches Treffen mit anderen Beteiligten abgehalten. Die sabotierte Anlage läuft inzwischen wieder wie vorgesehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Region ein Sabotageakt verübt wird. In den vergangenen Monaten kam es in der Ostsee immer wieder zu Beschädigungen an Kommunikationskabeln und Stromleitungen. In mehreren Fällen wird aufgrund möglicher Sabotage ermittelt.