Bei der 97. Oscar-Verleihung gab es einen großen Gewinner: Fünf Mal hieß es nach Öffnung eines Umschlags „Anora!“. Die Low-Budget-Produktion über die turbulente Liaison zwischen einer New Yorker Stripperin und einem russischen Oligarchensohn wurde als bester Film ausgezeichnet. Regisseur Sean Baker gewann zudem noch den Preis für das beste originale Drehbuch, den besten Schnitt und die beste Regie. Mikey Madison wurde zudem beste Schauspielerin.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Moderator Conan O‘Brien eröffnete die 97. Oscar-Verleihung gegen 1 Uhr morgens (deutscher Zeit). Dabei erlaubte er sich auch einen Seitenhieb auf die Kontroverse um Schauspielerin Karla Sofía Gascón.
Auch interessant

Hier finden Sie für alle 23 Kategorien die Nominierten und (fett gedruckt) die jeweiligen Gewinnerinnen und Gewinner.
Bester Film: „Anora“ (Neon)
„Anora“ von Sean Baker hat den Oscar als bester Film gewonnen. Die US-Filmakademie zeichnete die Tragikomödie über eine Sexarbeiterin mit ihrem wichtigsten Preis aus.

- „Anora“ (Neon)
- „The Brutalist“ (A24)
- „A Complete Unknown“ (Searchlight)
- „Konklave“ (Focus)
- „Dune: Part Two“ (Warner Bros.)
- „Emilia Pérez“ (Netflix)
- „I‘m Still Here“ (Sony Classics)
- „Nickel Boys“ (Amazon/MGM)
- „The Substance“ (Mubi)
- „Wicked“ (Universal)
Lesen Sie auch
Beste Regie: Sean Baker, „Anora“
Nach dem besten Originaldrehbuch und dem besten Schnitt durfte Sean Baker später am Abend noch seinen dritten Oscar für „Anora“ entgegennehmen. Presenter der Kategorie „Beste Regie“ war Quentin Tarantino.

- Sean Baker, „Anora“
- Brady Corbet, „The Brutalist“
- James Mangold, „A Complete Unknown“
- Jacques Audiard, „Emilia Pérez“
- Coralie Fargeat, „The Substance“
Beste Schauspielerin: Mikey Madison, „Anora“
Mikey Madison ist die beste Schauspielerin bei der diesjährigen Oscar-Verleihung. Sie bekam den Preis für ihre Rolle in „Anora“. Madison wuchs in Los Angeles auf, wie sie auf der Bühne sagte, aber Hollywood habe sich immer „so weit entfernt“ angefühlt. Emma Stone übergab den Preis.

- Cynthia Erivo, „Wicked“
- Karla Sofia Gascón, „Emilia Pérez“
- Mikey Madison, „Anora“
- Demi Moore, „The Substance“
- Fernanda Torres, „I‘m Still Here“
Lesen Sie auch: Abor & Tynna nach ESC-Vorentscheid – „Gibt Verbesserungspotenzial“
Bester Schauspieler: Adrian Brody, „The Brutalist“
Adrien Brody hat seinen zweiten Oscar gewonnen, dieses Mal für seine Rolle in „The Brutalist“. Im Jahr 2003 hatte Brody die Auszeichnung für seine Hauptrolle im Holocaust-Drama „Der Pianist“ bekommen. Die Moderation der Kategorie übernahm Cillian Murphy („Oppenheimer“).

- Adrien Brody, „The Brutalist“
- Timothée Chalamet, „A Complete Unknown“
- Colman Domingo, „Sing Sing“
- Ralph Fiennes, „Konklave“
- Sebastian Stan, „The Apprentice“
Beste Nebendarstellerin: Zoe Saldaña, „Emilia Pérez“
Da’Vine Joy Randolph überreichte den Oscar an die beste Nebendarstellerin Zoe Saldaña. Zu Tränen gerührt dankte sie unter anderem ihrer Familie, ihrem Ehemann und dem französischen „Emilia Pérez“-Regisseur Jacques Audiard. Saldaña hob in ihrer emotionalen Dankesrede ihren Migrationshintergrund hervor. „Ich bin ein stolzes Kind von Einwanderer-Eltern, mit Träumen und Würde und hart arbeitenden Händen“, sagte sie. Sie sei die erste US-Schauspielerin mit dominikanischen Wurzeln, die einen Oscar bekomme. „Und ich weiß, dass ich nicht die letzte sein werde.“

- Monica Barbaro, „A Complete Unknown“
- Ariana Grande, „Wicked“
- Felicity Jones, „The Brutalist“
- Isabella Rossellini, „Konklave“
- Zoe Saldaña, „Emilia Pérez“
Bester Nebendarsteller: Kieran Culkin
Kieran Culkin hat den Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen. Robert Downey Jr. überreichte die Trophäe. In „A Real Pain“ spielt Culkin einen Mann, der mit seinem Cousin (gespielt von Jesse Eisenberg) auf den Spuren ihrer Großmutter, die den Holocaust überlebt hat, nach Polen reist.

- Yura Borisov, „Anora“
- Kieran Culkin, „A Real Pain“
- Edward Norton, „A Complete Unknown“
- Guy Pearce, „The Brutalist“
- Jeremy Strong, „The Apprentice“
- Influencer: „More Nutrition“-Masche von Christian Wolf – „Nie so angegangen“
- Entertainer: Medienexperte über Stefan Raab – „Er muss seinen Humor zwingend ändern“
- Liebesleben: Experte erklärt Beziehungen deutscher Stars – „Grenzwertig“
- Psychologe: Richard David Precht „fehlt die zentrale Eigenschaft eines Denkers“
Bestes Originaldrehbuch: „Anora“, Sean Baker
Sean Baker hat den Oscar für das beste Originaldrehbuch seines Films „Anora“ gewonnen. „Anora“ erzählt von einer Sexarbeiterin in den USA und ist eine Mischung aus Romanze, Gangster-Komödie und Sozialdrama. Der deutsche Film „September 5“ über das Olympia-Attentat 1972 in München geht somit leer aus. Comedienne Amy Poehler moderierte die Kategorie.

- „Anora”, Sean Baker
- „The Brutalist“, Brady Corbet & Mona Fastvold
- „A Real Pain“, Jesse Eisenberg
- „September 5“, Tim Fehlbaum & Moritz Binder
- „The Substance”, Coralie Fargeat
Auch interessant
Bestes adaptiertes Drehbuch: „Konklave“, Peter Straughan
Peter Straughan hat mit „Konklave“ den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch gewonnen. Presenterin war Comedienne Amy Poehler.

- „A Complete Unknown“, Jay Cocks & James Mangold
- „Konklave“, Peter Straughan
- „Emilia Pérez“, Jacques Audiard, Thomas Bidegain & Nicolas Livecchi
- „Nickel Boys“, RaMell Ross & Joslyn Barnes
- „Sing Sing“, Clint Bentley, Greg Kwedar, Clarence Maclin & John „Divine G“ Whitfield
Bester International Feature Film: „I‘m Still Here,“ Walter Salles (Brasilien)
Die Academy entschieden: Der beste internationale Film kommt in diesem Jahr aus Brasilien und heißt „I‘m Still Here“. Damit hat der deutsche Beitrag „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ das Nachsehen.

- „I‘m Still Here“, Walter Salles (Brasilien)
- „The Girl with the Needle“, Magnus von Horn (Dänemark)
- „Emilia Pérez“, Jacques Audiard (Frankreich)
- „Die Saat des heiligen Feigenbaums“, Mohammad Rasoulof (Deutschland)
- „Flow“, Miguel Gomes (Lettland)
Bester Dokumentarfilm: „No Other Land“
Mit „No Other Land“ hatten Hamdan Ballal, Basel Adra, Rachel Szor and Yuval Abraham laut Academy den besten Dokumentarfilm produziert. Präsentiert hatten die Kategorie Selena Gomez und Samuel L. Jackson.
Das palästinensisch-israelische Team behandelte in seinem Film die Räumung palästinensischer Dörfer im Westjordanland. Die Regisseure Basel Adra und Yuval Abraham nutzten die Bühne in Los Angeles, um auf die Situation in ihrer Region hinzuweisen.

- „Black Box Diaries“, Shiori Itō (MTV)
- „No Other Land“, Adra/Ballal/Abraham/Szor (No distributor)
- „Porcelain War“, Brendan Bellomo & Slava Leontyev (Picturehouse)
- „Soundtrack for a Cout d‘Etat“, Johan Grimonprez (Kino Lorber)
- „Sugarcane“, Julian Brave NoiseCat & Emily Kassie (Nat Geo)
Bester Animationsfilm: „Flow“
Goldie Hawn und Andre Garfield überreichten den Oscar an die lettischen Filmemacher Ron Dyens, Gints Zilbalodis und Matiss Kaza für die Produktion „Flow“. Laut Moderator Conan O‘Brien war es der erste Oscar für einen lettischen Film überhaupt. Der Film erzählt die Geschichte einer Katze, die sich in einer Sintflut durchschlagen muss. Die Botschaft dahinter lautet laut Zilbalodis: „Wir sitzen alle im selben Boot, wir müssen unsere Differenzen beilegen und Wege finden zusammenzuarbeiten“, wie der Filmemacher in seiner Dankesrede sagte.

- „Flow“ (Janus Films/Sideshow)
- „Alles steht Kopf 2“ (Disney/Pixar)
- „Erinnerungen einer Schnecke“ (IFC Films)
- „Wallace & Gromit: Die wildeste Rache“ (Aardman/Netflix)
- „Der wilde Roboter“ (Dreamworks/Universal)
Beste Kamera: „The Brutalist“, Lol Crawley
Lol Crawley wurde für die Cinematografie im Film „The Brutalist“ ausgezeichnet.

- „The Brutalist“, Lol Crawley
- „Dune: Part Two“, Greig Fraser
- „Emilia Pérez“, Paul Guillaume
- „Maria“, Edward Lachman
- „Nosferatu“, Jarin Blaschke
Bestes Kostüm: „Wicked,“ Paul Tazewell
Paul Tazewell hat den Oscar für das beste Kostüm gewonnen, als erster Schwarzer Mann überhaupt. In „Wicked“ hatte er unter anderem Ariana Grandes Kostüm designet. Die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl, die für „Konklave“ in dieser Kategorie nominiert war, hatte das Nachsehen.

- „A Complete Unknown,“ Arianne Phillips
- „Konklave,“ Lisy Christl
- „Gladiator II,“ Janty Yates
- „Nosferatu,“ Linda Muir
- „Wicked,“ Paul Tazewell
Bester Schnitt: „Anora“, Sean Baker
Sean Baker war der erste Preisträger des Abends, der noch ein zweites Mal auf die Bühne gerufen wurde, um einen Oscar entgegenzunehmen.
- „Anora“, Sean Baker
- „The Brutalist“, Dávid Jancsó
- „Konklave“, Nick Emerson
- „Emilia Pérez“, Juliette Welfling
- „Wicked“, Myron Kerstein
Bestes Produktionsdesign: „Wicked“, Nathan Crowley
Production Designer Nathan Crowley und Set Decorater Lee Sandales gewannen einen Oscar für ihre Arbeit an „Wicked“. Ben Stiller überreichte die Preise nach einer witzigen Einlage, in der ihn – passend zur Kategorie – der Bühnenaufzug nicht hoch genug beförderte.

- „The Brutalist”, Judy Becker
- „Konklave“, Suzie Davies
- „Dune: Part Two“, Patrice Vermette
- „Nosferatu“, Craig Lathrop
- „Wicked“, Nathan Crowley
Beste Originalmusik: „The Brutalist“, Daniel Blumberg
Daniel Blumberg hat für die Musik in „The Brutalist“ einen Oscar gewonnen. „Star Wars“-Legende Mark Hamill hatte die Kategorie präsientiert.

- „The Brutalist“, Daniel Blumberg
- „Konklave“, Volker Bertelmann
- „Emilia Pérez“, Clément Ducol & Camille
- „Wicked“, John Powell & Stephen Schwartz
- „The Wild Robot“, Kris Bowers
Bester Originalsong: „Mi Camino,“ „Emilia Pérez“ (Clement Ducol & Camille)
Die Academy hat Clement Ducol (L) und Camille mit dem Oscar für den besten Originalsong ausgezeichnet. Die beiden ließen auf der Bühne auch eine kurze Kostprobe ihres Gesangtalents hören.

- „Never Too Late,“ „Elton John: Never Too Late“ (Elton John & Brandi Carlile
- „El Mal,“ „Emilia Pérez“ (Clement Ducol, Camille & Jacques Audiard)
- „Mi Camino,“ „Emilia Pérez“ (Clement Ducol & Camille)
- „Like a Bird,“ „Sing Sing“ (Adrian Quesada & Abraham Alexander)
- „The Journey,“ „The Six Triple Eight“ (Diane Warren)
Bester Ton: „Dune: Part Two“
Gareth John, Richard King, Ron Bartlett und Doug Hemphill wurden für den besten Ton im Wüsten-Epos „Dune: Part Two“ ausgezeichnet.

- „A Complete Unknown“
- „Dune: Part Two“
- „Emilia Pérez“
- „Wicked“
- „The Wild Robot“
Beste visuelle Effekte: „Dune: Part Two“
Für ihre Spezialeffekte in „Dune: Part Two“ wurden Paul Lambert, Stephen James, Rhys Salcombe und Gerd Nefzer mit einem Oscar ausgezeichnet. Gerd Nefzer war der erste Deutsche, der am Sonntagabend mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Es ist bereits sein dritter Oscar. Gal Gadot und Rachel Zegler überreichten die Preise.

- „Alien: Romulus“
- „Better Man“
- „Dune: Part Two“
- „Kingdom of the Planet of the Apes“
- „Wicked“
Bestes Make-up und Hairstyling: „The Substance“
Pierre-Olivier Persin, Stéphanie Guillon und Marilyne Scarselli bekamen den Preis für das beste Make-up und Hairstyling überreicht. Präsentiert wurde die Kategorie von June Squibb und Scarlett Johansson.

- „A Different Man“
- „Emilia Pérez“
- „Nosferatu“
- „The Substance“
- „Wicked“
Bester Dokumentar-Kurzfilm: „The Only Girl in the Orchestra“
Molly O’Brien und Lisa Remington nahmen den Oscar für ihren Film „The Only Girl in the Orchestra“ entgegen. Präsentiert hatten die Kategorie Selena Gomez und Samuel L. Jackson.

- „Death by Numbers“
- „I Am Ready, Warden“
- „Incident“
- „Instruments of a Beating Heart“
- „The Only Girl in the Orchestra“
Auch interessant
Bester Animationskurzfilm: „In the Shadow of the Cypress“
Die iranischen Filmemacher Shirin Sohani und Hossein Molayemi nahmen den Oscar für ihren Film „In the Shadow of the Cypress“ entgegen.

- „Beautiful Men“
- „In the Shadow of the Cypress“
- „Magic Candies“
- „Wander to Wonder“
- „Yuck!“
Bester Live-Action-Kurzfilm: „I‘m Not a Robot“
Victoria und Trent Warmerdam gewannen den Oscar für den besten Live-Action-Kurzfilm mit „I‘m Not a Robot“.

- „A Lien“
- „Anuja“
- „I‘m Not a Robot“
- „The Last Ranger“
- „The Man Who Could Not Remain Silent“










