Am 10. November 2009 stand die Fußballwelt still. Der damalige Nationaltorwart Robert Enke beging im Alter von 32 Jahren Selbstmord. Seine Witwe Teresa Enke suchte nach dem Schicksalsschlag den Weg an die Öffentlichkeit und griff immer wieder das Thema Depressionen auf. Sie gründete die „Robert Enke Stiftung“, die Informationen rund um Diagnose und Behandlung der Volkskrankheit vermittelt. Im Interview berichtet Teresa Enke (48), was ihr in der schweren Zeit geholfen hat. Was sie noch immer schmerzt, ist die Erkenntnis, dass ihr Mann sich „nicht umbringen wollte“. Bis heute sucht sie Erklärungen, warum er es trotzdem tat.
Liebe Teresa Enke, wie geht es Ihnen?
Teresa Enke: Mir geht es gut. Ich verdränge Robert Todestag immer ein bisschen. Dieses Jahr, aber auch die Jahre davor. Das passiert mir auch mit den Todestagen von meiner Tochter Lara. Und auch von meinem Bruder. Es ist irgendwie kurios, aber anscheinend schützt der Körper die Seele vor diesen schlimmen Ereignissen, vermute ich mal. Vielleicht konnte ich deshalb auch so gut funktionieren.




