• Jenny war verweifelt: Sie bekam kaum noch Luft, doch die Ärzte nahmen sie nicht ernst
  • Sie ist kein Einzelfall, sagt Kardiologe Michael Becker vom ersten Frauenherzzentrum Deutschland
  • Tausende Frauen sind betroffen, denen leicht geholfen werden kann

Jenny ist 37 Jahre alt. Ein Alter, in dem die meisten Menschen noch nicht mit einem kranken Herzen rechnen müssen. Auch deshalb, so erzählt sie, hat man sie lange nicht ernst genommen. Dass etwas mit ihrem Herz nicht stimmte, hatte sie anfangs daran gemerkt, dass es immer öfter „ins Stolpern“ geraten sei. Hinzu kamen „Herzrasen, mit Schwindel und Brustenge“.

Bis sie Hilfe erhielt, hat sie eine wahre Odyssee hinter sich bringen müssen, erzählt sie als eine von vielen Betroffenen im Buch „Herzenssache – warum Frauenherzen anders schlagen“ (Hoffmann und Kampe, 271 S., 18 Euro). Autor ist Prof. Michael Becker, der 2018 am Rhein-Maas Klinikum in Würselen (NRW) das erste Frauenherzzentrum deutschlandweit gegründet hat. Jenny ist eine seiner Patientinnen. Sie wirkt extrem verzweifelt: „Bis es zur Diagnose kam, sind acht lange Jahre vergangen.“

Auch interessant