Noch diese Woche soll in Deutschland mit den ersten Impfungen gegen das neuartige Coronavirus begonnen werden. Aber braucht man dafür den Impfpass?
Obwohl Impfungen
wichtig sind, wird das kleine gelbe Heftchen gern verlegt. Jetzt,
da es auf die Corona-Impfung zugeht, fragen sich viele, wo ihr Impfpass ist – und ob sie einen neuen bekommen,
wenn der alte spurlos verschwunden ist. Das sind die Antworten auf die wichtigsten Fragen.
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Warum hat man überhaupt einen Impfpass?
Wie die
Zentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt, gibt der Impfpass
Aufschluss über den Impfschutz einer Person. Alle Impfungen, die
man bekommt, müssen dokumentiert werden. Im besten Fall werden sie
direkt in den Impfpass eingetragen. Wenn sich eine Impfung nicht
mehr rückwirkend dokumentieren lässt, gilt die Person als nicht
geimpft.
Manche Länder setzen bestimmte Impfungen für die Einreise
voraus, um die Verbreitung einiger Infektionskrankheiten zu
verhindern. In diesem Fall muss der Impfpass an der Grenze bei der
Einreise vorgelegt werden, um eine entsprechende Immunisierung
nachweisen zu können.
Kann man eine neuen Impfausweis bekommen,
wenn der alte weg ist?
Ja, das ist möglich. Beim Arzt kann man
einen neuen Impfausweis erhalten. Allerdings sollte dann
nachgeforscht werden, welche Impfungen in der Vergangenheit
stattgefunden haben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung empfiehlt, Impfungen der vergangenen zehn Jahre aus
ärztlichen Unterlagen zu ermitteln.

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Auch anhand einer
Blutuntersuchung kann herausgefunden werden, ob ein Impfschutz
gegen bestimmte Krankheiten bereits vorliegt. Die Kosten müssen
allerdings in der Regel selbst getragen werden.
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Braucht man seinen
Impfpass für die Corona-Impfung?
Nein. Eine Impfung gegen das
Coronavirus ist auch ohne Impfausweis möglich, wie Roland Stahl,
Pressesprecher der kassenärztlichen Bundesvereinigung, gegenüber
dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte. Wer ohne das gelbe Heftchen
in die Praxis komme, könne sich ein neues ausstellen lassen.
Gibt
es einen digitalen Impfausweis?
Noch gibt es den Impfpass nicht in
digitalisierter Form. Allerdings plant das
Bundesgesundheitsministerium die elektronische Patientenakte (ePA),
in der beispielsweise Befunde gespeichert werden können.
Die ePA
soll ab 1. Januar 2021 zur Verfügung stehen. Ab 2022 soll darin
dann auch neben Dokumenten wie dem Mutterpass oder Bonusheft der
Impfausweis abrufbar sein. Die Nutzung der elektronischen Akte ist
freiwillig. (raer/mit dpa)




